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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

12. Dezember 2017 | 17:05 Uhr

Sternberg : Erzieherin mit Leib und Seele

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Als Schulsozialarbeiterin an der Sternberger Förderschule nimmt sich Irena Dombrowa Zeit für jedes Kind und unterstützt es.

von
erstellt am 09.Okt.2015 | 23:56 Uhr

Alizee geht direkt auf Irena Dombrowa zu und drückt sie. Jennifer und Lea Julia freuen sich schon auf das angekündigte Waffelbacken mit ihr, für das Dombrowa in der großen Küche längst alles bereit gestellt hat.

Die 55-Jährige arbeitet seit dem 2. September als Schulsozialarbeiterin in der Förderschule Sternberg und ist für die Mädchen und Jungen beider Förderschwerpunkte – Lernen und geistige Entwicklung – Ansprechpartner. „Ich bin Erzieher mit Leib und Seele. Ich freue mich, dass ich Kinder begleiten kann“, sagt sie und zeigt sich total begeistert von der Atmosphäre, die sie an der Schule erlebt.

Für ihre Arbeit stehen Irena Dombrowa neben ihrem kleinen Büro zwei große Gruppenräume zur Verfügung mit Spiel- und Kuschelecke, einem Bücherschrank, Tischen für Erzählrunden und das Erledigen von Hausaufgaben oder einem Bereich, in dem die Kinder zur Ruhe kommen können. „Ich frage, was sie sich wünschen und dann schauen wir, was wir machen“, sagt die Schulsozialarbeiterin. Ein ganz großer Wunsch aller ist beispielsweise, die Wände in den beiden Räumen in hellen Farben zu streichen. „Dass man hier richtig schön atmen kann“, begründet sie. Vielleicht hat ja jemand ein bisschen Farbe übrig?, fragt sie und überlegt schon, ob beim Malern dann Eltern und Kinder mithelfen könnten.... Im Ruheraum würde sie gern mit verschiedenen Stoffen arbeiten, hinter die sich die Kinder völlig zurück ziehen und so entspannen können. „Wir freuen uns auch über abgelaufene Verbandskästen oder Wolle. Damit können wir basteln. Bevor also jemand so etwas entsorgt, bitte erst bei uns melden“, sagt sie. Irena Dombrowa hat viele Ideen im Kopf.

Wichtig sei ihr, sagt sie, Tipps zur gesunden Lebensweise gleich immer mit zu vermitteln. Und so macht sie die Schüler schon mal auf die richtige Sitzhaltung aufmerksam und spart
auch das große Thema gesunde Ernährung nicht aus.

„Wir hatten schon ein Pilzprojekt mit Frau Dombrowa. Das war interessant. Ich kenne schon einige Pilze, aber die Herbsttrompete kannte ich noch nicht. Und ich wusste auch nicht, dass man Pilze, die man nicht kennt, komplett aus der Erde nehmen muss, damit sie bestimmt werden können“, erzählt Lea Julia. Jennifer gefällt „dass man mit Frau Dombrowa Hausaufgaben machen kann. Aber man kann sich hier auch mit ihr unterhalten und mit anderen erzählen“, freut sich die Zwölfjährige.

Um zu den Schülern Kontakt zu bekommen, geht die Schulsozialarbeiterin in den Pausen gern mit auf den Hof. Sie arbeitet mit dem Jugendförderverein Parchim/Lübz, mit dem Sternberger Verein Dialog + Action, dem kreislichen Jugendamt, der Familienberatung u.a. zusammen. Bereits eingeladen ist Barbara Guth, die Leiterin der DRK-Schwangerschaftsberatung in Sternberg. Und natürlich gibt es Kontakt zu den Schulsozialarbeiterinnen Elke Kasten in Sternberg und Martina Herrmann in Brüel.

Auf eine Idee der stellvertretenden Schulleiterin Elke Prignitz zurück geht eine Pilzlehrwanderung für die Schüler. Sie findet in diesem Jahr am 16. Oktober statt – mit Irena Dombrowa, die sich ehrenamtlich auch als offizielle Pilzberaterin des Gesundheitsamtes im Kreis Ludwigslust-Parchim engagiert. „Es geht an diesem Vormittag um Pilze, Natur allgemein, aber ebenso ums Kommunizieren“, sagt Dombrowa.  

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