zur Navigation springen
Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. August 2017 | 17:42 Uhr

Warin : Erster Spatenstich am Wariner See

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Gestern erfolgte der symbolische Start für die Erschließung des 4,7 Hektar großen Areals. In idyllischer Lage entstehen 32 Eigenheime und 20 Ferienhäuser.

Baucontainer stehen, die Schachtunterteile für die Entwässerung, die nach Aufmaß angefertigt wurden, liegen bereit. Und morgen rückt schwere Technik an, die Erschließung laut Bebauungsplan Nr. 18, so die amtliche Bezeichnung, beginnt. Am Großen Wariner See gibt es auf etwa 4,7 Hektar bisherigem Brachland 32 Grundstücke für Eigenheime und angrenzend, jedoch abgetrennt für 20 Ferienhäuser. Durch Erwerb einer Fläche im südlichen Bereich, auf der noch Bauruinen stehen, kann die Stadt die mögliche Wohnbebauung erweitern. Das Gebiet „Wohnen am Großen Wariner See“ liegt zwischen der Straße zum heutigen Strandbad und der ehemaligen Badestelle. Gestern erfolgte hier symbolisch der erste Spatenstich.


Straßen bekommen ein Sickerpflaster


Angefangen wird am tiefsten Punkt mit den Entwässerungsleitungen, erklärt Hans-Joachim Klatt, Geschäftsführer vom Tief- und Straßenbau Schwerin (TSS), der nach der Ausschreibung den Zuschlag erhielt. Regen- und Schmutzwasserkanal kommen bis zu 2,50 Meter tief in die Erde. Darüber werden seitlich versetzt die Versorgungsleitungen für Wasser, Strom, Beleuchtung und Telefon verlegt sowie zum Abschluss die Straßen gepflastert, bevor der Hochbau starten kann. Eine Besonderheit: Es handelt sich um Sickerpflaster, das normale Niederschläge aufnimmt. Erst wenn es richtig vom Himmel schüttet, werden für das überschüssige Wasser die Straßenabläufe benötigt. Es fließt in so genannte Pigole, das sind große Drainagerohre mit Löchern, durch die das Oberflächenwasser tief im Boden versickert. „Bei dem sandigen Untergrund ist das überhaupt kein Problem. Ich habe mir das Gutachten genau angesehen“, sagt Bauleiter Magnus Müller. Bis Ende Oktober soll die Erschließung abgeschlossen sein. Ein sehr enger Zeitrahmen, aber machbar, wie der Bauleiter meint. „Uns kann hier höchstens passieren, dass wir in der Erde auf Reste alter Bebauung stoßen und dadurch etwas aufgehalten werden.“

Die Baukolonne, die noch ihre Arbeit in Boizenburg zu beenden hat, freut sich über den Auftrag in Warin, sagt der TSS-Geschäftsführer. „Denn alle kommen aus der Region.“ Zur Stammkolonne gehören fünf Mitarbeiter. Sie erhalten zeitweilig Verstärkung von Subunternehmen, wie bei der Trinkwasserleitung und beim Pflastern. Jeden Mittwoch findet um 9 Uhr eine Bauberatung statt. „Bürger, die in dem Zusammenhang Probleme haben, können zu der Zeit gern kommen. Wir behandeln erst ihre Anliegen und machen dann unsere Beratung“, so Geschäftsführer Klatt.

Die gesamte Erschließung des B-Plan-Gebietes kostet dem Bürgermeister zufolge knapp eine Million Euro. Die reinen Baukosten liegen bei 850 000 Euro. Die Grundstücke zur Wohnbebauung sind um die 700 Quadratmeter groß. „Mancher hätte vielleicht etwas mehr, doch wir halten die Größe für angemessen“, so Ankermann. Zudem biete sie mehr Interessenten die Möglichkeit, sich in Warin anzusiedeln. Die Stadtvertretung hat für das Bauland Preise zwischen 45 und 55 Euro pro Quadratmeter beschlossen. Die Wohngrundstücke seien zu einem Drittel reserviert. Jetzt stünden erste Notartermine an. Die gut halb so großen Parzellen für die Ferienhäuser seien etwa zur Hälfte vorgemerkt. Hier bewegen sich die Quadratmeterpreise von 50 bis 60 Euro.

„Wohnen am Großen Wariner See“ sei die vierte große Baustelle in Warin, so der Bürgermeister. Neben der Fischtreppe, bei der die Stadt nicht federführend sei, seien das der Kunstrasenplatz der TSG, der kurz vor Fertigstellung stehe, und die Zuwegung am Glammsee ab der Schweriner Straße, deren Gefälle nun auch so verändert wurde, dass das Regenwasser in die richtige Richtung abfließe.

 

 

zur Startseite

von
erstellt am 12.Jun.2014 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen