Warin : Erster Führerschein in Klasse 4

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Wariner Schüler meistern Parcours mit Bravour / Zwei Schüler nehmen am Landeswettbewerb der besten Radfahrer in Teterow teil

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10. Juli 2014, 16:36 Uhr

Aufgeregt waren die Kinder der Grundschule Warin, denn in dieser Woche bekamen Sie ihren lang ersehnten Fahrrad-Führerschein. „Eines der Kinder war vor Aufregung schon ganz grün“, erzählt Hans-Jürgen Schröder, Präventionsbeamter der Polizeiinspektion Wismar, mit einem Lächeln auf den Lippen und fügt hinzu: „Ich erlebe das immer wieder. Der Führerschein, ob nun Moped, Auto oder eben Fahrrad, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Erwachsensein.“ Auch nach vielen Jahren erkennen ihn ehemalige Prüflinge wieder und erinnern sich an den Tag ihrer Fahrradprüfung zurück.

Im Unterricht hatten die Jungen und Mädchen bereits ihre Theorieprüfung abgelegt und nun durften sie auf einem Hindernisparcours im Wariner August-Cords-Park endlich zeigen, was sie gelernt haben. „Bis zum zehnten Lebensjahr ist es den Kindern erlaubt auf dem Gehweg fahren, danach geht es für sie auf die Straße. Darum sind die Fahrradprüfungen in der vierten Klasse ja auch so wichtig, damit die Kinder gut für den Straßenverkehr gerüstet sind“, fasst es Hans-Jürgen Schröder zusammen.

Bei der Radprüfung ging es aber nicht allein um das Fahren, auch die Drahtesel sollten auf ihre Verkehrssicherheit hin überprüft werden. Hannes Christian Blank freut sich über seine neue gelbe Tüv-Plakette. Bremsen, Klingel, Reflektoren an Speichen und Pedalen, Scheinwerfer und Frontreflektor sowie Rücklicht, Rückstrahler und Großflächenrückstrahler – alles funktioniert an dem Rad des Zehnjährigen.

Das sei nicht selbstverständlich, weiß Ines Buchholz, ebenfalls Präventionsbeamtin. „Obwohl wir den Kindern eine Liste aller Kriterien mit nach Hause gegeben haben, die für den Fahrrad-Tüv erfüllt werden müssen, gibt es immer wieder Mängel“, so Ines Buchholz. In Warin konnte sie vier Kindern daher keine der begehrten gelben Plakette aufs Fahrrad heften.


Erstplatzierte treten bei Landesausscheid an


Nach zwei Probedurchläufen ging es für die Viertklässler schließlich um alles: Slalom, Balance halten, Handzeichen zum Abbiegen geben und Schulterblick standen in einem kniffligen Parcours auf dem Plan. Besonders das Gleichgewichthalten machte dem ein oder anderen Radler Probleme und so schafften schließlich nur zwei Mädchen, Ronja Merle Saathoff und Ayana Völzow, eine fehlerfreie Fahrt.

„Eigentlich sind die Mädchen immer etwas unsicherer. Oft trauen sie sich nicht die Hand vom Lenker zu nehmen – hier war es anders“, sagt Sibylle Runge, Geschäftsführerin der Wismarer Verkehrswacht, bei der Siegerehrung. Besonders gratulierte sie Ronja Merle Saathoff und Philip Prüter zu ihrem Sieg.

„Ich fahre fast jeden Tag mit dem Rad zur Schule – das übt“, so der zehnjährige Philip und seine Mitschülerin Ronja Merle fügt hinzu: „Ich freue mich ganz doll.“ Anfang September treten die beiden Erstplatzierten im Landeswettbewerb der besten Radfahrer in Teterow an und vertreten dort ihre Schule.

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