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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. November 2017 | 18:00 Uhr

Sternberg : Erste Feiertage im neuen Heim

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Junge Sternberger gehören zu den ersten Familien, die noch vor Weihnachten im Baugebiet am Luckower See einziehen konnten.

von
erstellt am 26.Dez.2014 | 16:30 Uhr

Wer durch den Maikamp geht, sieht im kleinen Baugebiet direkt gegenüber dem Luckower See die ersten neuen Häuser weihnachtlich geschmückt. Und abends brennt dort Licht. Susan und René Krause sind mit ihrem Mika, jetzt anderthalb Jahre alt, am 1. November eingezogen, am gleichen Wochenende die Nachbarn zwei Häuser weiter. Zehn der 14 von der Stadt erschlossenen Grundstücke sind derzeit vergeben.

Die junge Familie hat die Räume inzwischen schön eingerichtet und konnte sich über die ersten Feiertage im neuen Heim freuen. „Wir genießen das richtig“, sagt Susan Krause. „Und so dicht am See. Zum Baden brauchen wir dann nur über die Straße zu gehen.“


Vor dem Fest auch große Geburtstagsfeier


Zum Fest war diesmal alles anders, nur der Weihnachtsbaum wie in der vorherigen Wohnung einige Tage vorher geschmückt. Aus gutem Grund: Unmittelbar vor dem Fest ist die Zeit noch knapper als bei anderen, denn neben der Weihnachtsvorbereitung wird schon gefeiert – René Krause hat am 23. Dezember Geburtstag. Und damit nicht genug: Bei seinem Vater steht das selbe Datum im Personalausweis. „Wir haben immer gemeinsam bei meinen Eltern gefeiert. Und deshalb war der Weihnachtsbaum vorher fertig“, erklärt der 37-Jährige.

Nun fand die gemeinsame Feier das erste Mal bei den jungen Leuten statt. Zumal das neue Haus, das zwar wie die Wohnung zuvor auch nur drei Zimmer hat, rund 30 Quadratmeter mehr Platz bietet. „Und wir müssen nicht mehr in die vierte Etage“, freut sich Susan Krause. Mika auf einem Arm, die Einkaufstasche in der anderen Hand, wurde das Treppensteigen mit wachsendem Gewicht des Kleinen immer beschwerlicher.

„Wir suchten ein Haus, das wir mieten können. Selbst bauen wollten wir nicht“, sagt der junge Familienvater. Und Sternberg sollte es sein. Die Eltern wohnen hier und freuen sich, wenn sie den Enkel möglichst häufig sehen. Der Bruder habe in Groß Görnow gebaut. „Ich bin Ur-Sternberger, hier aufgewachsen und nach zwölf Jahren bei der Bundesmarine zurückgekommen.“ Die heutige Ehefrau – beide sind gut ein Jahr verheiratet– habe er nicht groß überzeugen müssen. Die 33-Jährige stammt aus Demmin, wuchs dort auf, lebte dann zwei Jahre in Rostock und zog „wegen der Liebe“ hierher. Und Sternberg sei wirklich „so schön, allein wegen der Seen ringsherum“.

„Durch Zufall und Glück“ fanden beide ihr jetziges Zuhause. Sie seien spazieren gegangen und hätten festgestellt, dass die neuen Grundstücke im Maikamp „wirklich hübsch“ liegen würden. An der Stelle habe es allerdings einen Interessenten gegeben. Als dieser abgesprungen sei, hätten sie sich sofort entschieden, erzählen Krauses. Da sei der Bau des Hauses schon dem Ende zugegangen. „Als wir wussten, dass wir es bekommen, sind wir öfter hingegangen und haben verfolgt, wie es voran geht“, so René Krause.

Er hat nach seiner Marinezeit eine Ausbildung zum Physiotherapeuten absolviert und zunächst in dem Beruf gearbeitet. Seit Anfang dieses Jahres ist der Sternberger als sozialer Betreuer im neuen DRK-Pflegeheim am Finkenkamp tätig, seine Frau als Sachbearbeiterin im Kieswerk Krassow bei Wismar.

Das junge Paar freut sich, zusammen mit Mika nun alles zum Glücklichsein zu haben. „Es ist schön, wie der Kleine das erste Mal Weihnachten wahr nimmt“, so die Mama. Von Oma und Opa gab es eine Sandkiste für den Garten am Haus, von den Eltern passend dazu einen Bagger. Der gehört schon zum ersten Wortschatz des Steppkes, nachdem er bei den Bauarbeiten gegenüber zugesehen hat.


Kräutergarten schon beschlossene Sache


Zum Glück erlaube ihnen der Vermieter, den Garten nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Eine Ligusterhecke als Sichtschutz vor dem Haus ist gepflanzt, ein Kräutergarten beschlossene Sache. Darum kümmere sich der Ehemann, zumal es für die eigene Küche nichts besseres gäbe als solche frischen Zutaten. Das Kochen ist nämlich auch René Krauses Gebiet. „Da lässt er mich gar nicht ran. Und er macht das sehr gut“, sagt die junge Frau anerkennend. Heiligabend gab es Schaschlik, am ersten Weihnachtstag Ente und gestern Wildschwein frisch von einem Jäger aus der Region.

Nur beim Weihnachtsbaum besteht noch keine Einigkeit. Der Familienvater möchte ihn gern lange stehen lassen, doch für Susan Krause ist Schluss, wenn die Tanne zu nadeln beginnt.

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