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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

20. November 2017 | 05:13 Uhr

Sternberg : Erinnerung an kleinen großen Mann

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Zum Frauenfrühstück hatte der Sternberger dfb die Tochter von Heinz Quermann eingeladen.

„Sie wären das schönste Paar seit Lilian Harvey und Willi Fritsch, sagte jemand nach der Generalprobe 1954 zu der Sendung ,Da lacht der Bär’ zu meinem Vater und Margot Ebert“, erzählte Petra Quermann über ihren Vater Heinz Quermann und seine Fernsehpartnerin den zahlreich versammelten Frauen des dfb gestern im Vereinhaus Alter Bahnhof in Sternberg. Der Demokratische Frauenbund der Ortsgruppe Sternberg hatte zum Frauenfrühstück auch Petra Quermann eingeladen. Die kleine blonde Frau plauderte aus dem Privaten, gab Geheimnisse preis sowie Erinnerungen an ihren Vater und zeigte Fernsehmitschnitte aus der Sendung „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“. Ihr Mann Ingo Felske, der einzige Mann an diesem Morgen unter den Damen, bediente die Technik.

Die 55-Jährige nahm ihr Publikum mit auf die Reise in Erinnerungen an den kleinen großen Heinz Quermann und stöberte in „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“, der mit Humor und Musik bestückten Fernsehsendung, die 35 Jahre lang am ersten Weihnachtsfeiertag von 11 bis 13 Uhr ausgestrahlt wurde. Natürlich nicht ohne den Ebertschen Satz „Jetzt rasch die Kartoffeln aufsetzen“. „Die Idee zu dieser Sendung hatte meine Mutter. Sie stand am 25. Dezember 1956 in der Küche und bereitete das Essen vor. Es roch gut. Mein Vater schnupperte hier und probierte da. Sie sagte, er solle eine Sendung machen, damit sie ihre Ruhe habe in der Küche. So entstand die Sendung“, erzählte Quermann. Dass ihre Mutter, Ruth Peter, die erste Sprecherin im deutschsprachigen Raum war und jungen Schauspielstudenten wie Armin Mueller-Stahl, Manfred Krug und Klaus Kinski Sprachunterricht gab, erfuhren die staunenden Gäste ebenfalls.

Heinz Quermann war Talenteförderer. So kamen auch Schlagergrößen wie Frank Schöbel, Regina Thoss, Olaf Berger und Stefanie Hertel in die Weihnachtssendung. Frank Schöbel bekam den Namen „Frankyboy“ von Quermann verpasst. Die Familie pflegte zu ihm und Sänger Karel Gott eine innige Freundschaft. Er war auch bei der letzten Sendung 1991 dabei, die Heinz Quermann eigentlich schon 1986 angedacht hatte.

„Es war ein hervorragender Vormittag, der mir außerordentlich gut gefallen hat“, sagte Edith Hein nach der Veranstaltung. „Wir richten zu Anlässen wie Ostern und Weihnachten immer ein besonderes Frauenfrühstück aus. Weil es eine gute Idee war, einmal in Erinnerungen zu schwelgen über den Entertainer Heinz Quermann, den alle von uns aus dem Fernsehen kannten, dachten wir, es ist eine gute Idee, an ihn, in Form seiner Tochter zu erinnern“, so Angelika Groß vom dfb. „Solange wie es das Publikum noch gibt, möchte ich die Erinnerung an meinen Vater wach halten. Die Idee zu dieser Tour hatte mein Mann zum 90. Geburtstag meines Vaters. Den Applaus und das Lachen der Menschen nehme ich für mich mit“, sagte Petra Quermann und machte sich auf die Reise nach Berlin.
 

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