Sternberg/Rothen : Erfreut über Schutz des Mildenitztals statt Waldnutzung

So sah es im Frühjahr 2011 nach einer Abholzaktion im Tal der alten Mildenitz aus.
So sah es im Frühjahr 2011 nach einer Abholzaktion im Tal der alten Mildenitz aus.

Auf den SVZ-Artikel „Die unbekannte kleine Schwester“ kam prompt eine Reaktion aus Rothen.

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17. November 2015, 20:42 Uhr

Prompte Reaktion auf den gestrigen SVZ-Artikel „Die unbekannte kleine Schwester“, in dem es um das Mildenitztal bei Mustin ging. Dort hat die Forstverwaltung Bodderkamp 13 Hektar Wald, der Christian von Burgsdorff von Gut Dobersdorf bei Kiel gehört, für 100 Jahre als Naturwaldzelle aus der Nutzung herausgenommen. Dafür gibt es Ökopunkte für Kompensationsmaßnahmen etwa beim Bau von Stromtrassen oder Windrädern.

Für Christian von Lehsten aus Rothen eine erfreuliche Entwicklung, wie er gestern am Telefon sagte. Denn im Frühjahr 2011 hat es dort ganz anders ausgesehen. Nach einer Durchforstungsaktion bot das Tal der alten Mildenitz kurz hinter der Rothener Mühle einen armseligen Anblick. Der private Waldbesitzer habe ein Chaos hinterlassen, „das aussieht, als ob in dem schönen Tal ein Krieg getobt hat“, beklagte Lehsten seinerzeit und belegte das mit Fotos. Rechtlich gab es keine Handhabe. Es sei normale Forstwirtschaft betrieben worden, erklärte der Waldbesitzer. Aber „so mit der Natur umzugehen, ist einfach unsäglich“, meinte Christian Lehsten aus Rothen.

Gut ein Jahr später erregten wiederum in dem Gebiet Farbmarkierungen an Bäumen das Misstrauen von Bürgern. Sie befürchteten unweit der
Rothener Mühle einen Kahlschlag. Dass die Esche durch einen parasitären Schlauchpilz europaweit bedroht ist und Forstleuten meist nur bleibt, hoffnungslos kranke Exemplare zu fällen, um den benachbarten Bestand zu schützen, räumten auch Fachleute bei einem Ortstermin ein. Doch dürften von den absterbenden Eschen lediglich „die aussichtslosesten Fälle“ entnommen werden, ein Kahlschlag komme nicht in Frage, hieß es. Umso besser, so Lehsten, wenn nun mit diesem ganz besonderen Stück Natur nicht nur sensibler umgegangen werde, sondern der Waldbesitzer es aus der Nutzung herausgenommen habe.

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