Brüel : EOS war schon etwas Besonderes

Klassentreffen der einstigen Abiturienten an der EOS Brüel. Zu den 69ern gehört auch der heutige Sternberger Bürgermeister Jochen Quandt (2.v.l.) .
Klassentreffen der einstigen Abiturienten an der EOS Brüel. Zu den 69ern gehört auch der heutige Sternberger Bürgermeister Jochen Quandt (2.v.l.) .

Klassentreffen des 69er-Abiturjahrgangs am Roten See in Brüel / Seit 1989 gibt es alle fünf Jahre ein Wiedersehen.

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04. November 2014, 16:42 Uhr

45 Jahre nach ihrer Reifeprüfung an der früheren Erweiterten Oberschule (EOS) in Brüel kamen die damaligen Abiturienten der Klassen 12 B1 und B2 am vergangenen Samstag erneut zu einem Treffen zusammen. Sogar die Klassenlehrer Dr. Till Dahlenburg und Rudi Trippler hatten sich auf den Weg zur Gaststätte am Roten See gemacht.

„Für uns ist es ein Stück Dankbarkeit, die beiden Lehrer einzuladen, die uns zum Abitur geführt haben“, betonte Jürgen Tinat, der auch das diesjährige Treffen mit großer Unterstützung durch seine Frau Christel organisiert hatte. Seit 1989 sehen sich die einstigen Zwölftklässler in einem regelmäßigen Abstand von fünf Jahren wieder. Zu den Abiturienten vor 45 Jahren gehörte auch der heutige Sternberger Bürgermeister Jochen Quandt.

„Die EOS war schon etwas Besonderes“, schwärmte der Organisator. Parallel zur Reifeprüfung sei nämlich damals zugleich eine Berufsausbildung angestrebt worden. Schlosser, Elektriker, Betriebswirt, Pflanzen- und Tierzüchter sind nur eine Auswahl der Berufe, für die dann die 48 Schulabsolventen mit dem Abiturzeugnis auch den Facharbeiterbrief in der Tasche hatten.

„Um das Pensum zu schaffen, hatten wir nur vier Wochen Sommerferien“, erinnerte sich Tinat. Die EOS war für die Schüler aus abgelegenen Dörfern als Internat organisiert. Aus Orten mit einer täglichen Bahnverbindung wie Warin, Sternberg oder Dabel dagegen kamen die Schüler mit dem Zug nach Brüel.

Nach dem Abitur nahmen etliche Absolventen ein Hochschulstudium auf, manche verschlug es dadurch oder später bis nach Jena, Dresden, Braunschweig, Köln oder Aachen. Etliche haben dann auch ihr weiteres Leben in der Ferne eingerichtet. Dennoch kommen die Ehemaligen immer wieder gern nach Brüel, birgt die Schulzeit doch für sie viele schöne Erinnerungen, die immer aufs Neue einen Austausch mit ihren Klassenkameraden wert sind.

Klar, dass am Samstag auch alte schwarz-weiß-Aufnahmen die Runde machten und reichlich Gesprächsstoff lieferten. Die weiteste Anreise zum Klassentreffen hatte Hannelore Bachler (geborene Mohn) aus Aschaffenburg in Unterfranken.

Nach dem obligatorischen Gruppenfoto ging es an die Kaffeetafel. Dafür war eigens eine Überraschung vorbereitet worden. Es gehörte damals zu den Gewohnheiten der Oberschüler, die Leckereien der Brüeler Bäcker auszuprobieren. Deshalb gab es beim diesjährigen Klassentreffen die beliebten Amerikaner zum symbolischen Preis eines Zehners.

Der Verdauungsspaziergang führte ins nahe gelegenen Kronskamp, wo mit einem Glas Sekt auf das Wiedersehen angestoßen wurde. Bei einem abendlichen Buffet klang das Treffen mit vielen Gesprächen aus. Seine Neuauflage in fünf Jahren ist schon beschlossene Sache.



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