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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 09:26 Uhr

Brüel : Entwarnung: Keine giftigen Einträge im Wasser

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Proben an der Badestelle im Roten See genommen. Stadt liegen nun auch die Ergebnisse der chemischen Untersuchung vor

von
erstellt am 25.Jul.2017 | 12:00 Uhr

„Es konnten keine toxischen Einflüsse durch Umweltchemiekalien oder akute landwirtschaftliche Nährstoffeinträge im Roten See festgestellt werden“, sagt der Brüeler Bürgermeister Jürgen Goldberg.

Die Stadt hatte eine mikrobiologische und eine chemische Untersuchung des Badewassers im Roten See durch das Schweriner Labor Aquaservice in Auftrag gegeben (SVZ berichtete). Zwar werde die Badestelle durch das Gesundheitsamt des Landkreises Ludwigslust-Parchim während der offiziellen Badesaison regelmäßig beprobt und mikrobiologisch untersucht, aufgrund der zeitweisen außergewöhnlichen gelb-braunen Färbung und Eintrübung des Wassers wolle die Stadt aber Klarheit darüber, ob toxische Einflüsse nachgewiesen werden können, begründet Goldberg.

Der Landkreis bescheinigt dem Roten See eine ausgezeichnete Badewasserqualität, weist aber auf gelegentliches Algenwachstum hin.

Das Schweriner Labor hatte in seinen Wasserproben, die im Juni genommen wurden, zwei verschiedene Cyanobakterien (Blaualgen) festgestellt, die für Allergiker zu einer Gesundheitsbeeinträchtigung führen könnten. Festgestellt wurde eine Sauerstoffübersättigung im oberen 1,5 Meter-Bereich durch die massenhafte Entwicklung fädiger Blaualgen. Im Wasser darunter fehle Sauerstoff und ab einer Tiefe von fünf Metern habe Schwefelwasserstoff nachgewiesen werden können. „Zum Zeitpunkt der Probenentnahme gab es eine ,nur geringe Konzentration an gelösten Nährstoffen‘“, sagt der Bürgermeister. Laut Labor können derartig massive Algenblüten durchaus einige Wochen anhalten und das Gewässer unschön eintrüben. Zudem werde bei entsprechender Witterung ein gewisser Nährstoffgehalt, insbesondere Phosphor, immer wieder bzw. alljährlich Algenblüte verursachen. Die Ergebnisse der chemischen Untersuchung des Wassers an der Badestelle werden auch im Hauptausschuss und im Umweltausschuss der Stadtvertretung vorgestellt, sagt Goldberg.

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