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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

15. Dezember 2017 | 01:55 Uhr

Warin : Entendrama an der Fischtreppe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nachwuchs kommt nicht gegen starke Strömung an. Die Hilfsversuche des Stauwärters waren bislang erfolglos.

von
erstellt am 12.Jul.2015 | 21:00 Uhr

Nach unten kamen sie irgendwie, doch gegen die starke Strömung wieder zurück haben die drei Entenjungen bislang keine Chance. Die
Wariner Fischtreppe wurde für sie zur Falle. Die Mutter, die oberhalb ihre Kreise auf dem Mühlenbach zieht oder auf
einem am Ufer liegenden Baumstamm steht, ruft immer wieder nach ihnen. Karl-Ludwig Nedel und seine Frau, die unmittelbar daneben am Mühlentor wohnen, beobachten das Geschehen mitfühlend. Entenmutter „Klara“, wie sie genannt wird, habe bei ihnen auf dem Dach gebrütet, sagt Wedel, schon seit 1951 Wariner. „Das ist seit Jahren so. Die Enten kriegen mal was ab, wenn Essen übrig bleibt. Deshalb kommen sie gern wieder.“ Er habe versucht, der Entenfamilie zu helfen, die Kleinen einzufangen und zur Mutter zu tragen, „doch sobald ich
näher komme, sind sie weg“.

Der Rentner bedient für
einen kleinen Obolus die Stauanlage der Fischtreppe. Die stehe gerade auf Automatik, er könne den Pegelstand, der oberhalb gemessen wird, aber auch manuell regeln. Bei 52, dem Maximum, senke sie sich von allein. Davon sei der Pegel derzeit weit entfernt. Die Trockenheit in den Monaten zuvor mache sich bemerkbar. „Wir haben selbst das Minimum von 35 unterschritten, liegen momentan bei 31,3“, erklärt der Stauwärter. Es fließe zu viel Wasser aus dem Wariner See ab in den Glammsee. Der liegt 3,20 Meter tiefer. „Dabei sind zusätzlich Balken eingezogen worden, damit sich das Wasser anstaut.“

Der Aufstieg von Fischen sei möglich, „Plötz, Barsch, Ukelei, Gründling, Aal und sogar Forelle“, das hätten zwei Zählungen durch ein Rostocker
Institut ergeben. Hoffentlich schaffen es auch noch die drei Entenjungen – und sei es mit seiner Hilfe, so Wedel.

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