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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. November 2017 | 04:25 Uhr

Sternberg : Endspurt in der Pastiner Straße 2

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Denkmalschutz verlängert Sanierung des Fachwerkhauses / Bis Ende März weitere vier moderne Wohnungen in Sternberger Altstadt.

von
erstellt am 28.Jan.2015 | 17:36 Uhr

Der Bauzaun engt noch die Straße ein, den Eingang des Hauses verhüllt dicke Folie. Auf dem Hof gehen die Pflasterarbeiten dem Ende zu, Pkw-Stellplätze, Terrassen und Geräteschuppen sind fertig. Drinnen geben sich Handwerker sprichwörtlich die Klinke in die Hand. Die Sanierung des Fachwerkhauses in der Pastiner Straße 2 sollte
ursprünglich bis Ende Januar abgeschlossen werden, sagt Jörg Rusbült, Leiter für Grundstücks- und Gebäudemanagement im Sternberger Rathaus. Doch wie so oft bei einem arg in die Jahre gekommenen und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude sei mehr zu machen als gedacht. Deshalb wurde der Fertigstellungstermin auf Ende März verlegt. Dann können weitere vier Wohnungen in der Altstadt bezogen werden, die die Sternberg Immobilien GmbH & Co. KG, kurz Immo, auf modernen Standard gebracht hat. Die Mieter stehen seit längerem fest, die Nachfrage bleibt groß.


Abstimmung zwischen Gewerken läuft super


Beim Pflastern arbeiten mit Hubert und Christian Göldner von der Umwelttechnik Consrade Vater und Sohn. Die Firma aus der Nähe Schwerins war schon bei einer Reihe von Immo-Vorhaben dabei. Das gilt auch für Brabänder aus Güstrow beim Innenausbau. Hier sind es zwei Brüder: Andreas und Gunter Krüger. Sie seien schon 25 Jahre ein Team, allerdings nur selten so nahe vor Ort, erzählen die beiden Handwerker und loben gleichzeitig die gute Zusammenarbeit auf der Baustelle. Die funktioniere topp, so könnte es überall sein.

Peter Gerotze und Siegfried Schmäche bestätigen das. Ihr kleiner Betrieb SGG Ausbau GmbH aus Sternberg hat hier bei den Malerarbeiten ein totales Heimspiel. In letzter Zeit habe es damit zum Glück öfter geklappt, lange Fahrten zu den Baustellen seien weniger geworden. „Und hier läuft die Abstimmung super, das ist keine Übertreibung“, meint Schmäche. Dafür sorge schon der Bauleiter. Dass sich Termine ein wenig verlagert hätten, sei bei so einem alten Haus verständlich und störe sie nicht. „Wir haben es warm, so arbeitet sich das angenehm. Die Wärme kommt von unten“, sagt Gerotze lachend und schaut zu dem Heizkörper, der in diesem Raum noch angeschlossen werden muss. Die Fußbodenheizung im Erdgeschoss läuft bereits.

Stefan Herold und Enrico Lampe von der Tischlerei Adolphi aus Qualitz haben am Dienstag begonnen und werden wahrscheinlich heute fertig. Sie ergänzen in mühseliger Kleinarbeit, immer wieder die Leiter rauf und runter, die verwurmten Stellen in der Decke. Was dort hinein kommt, soll passen, deshalb muss hier noch ein Millimeter herunter, wird dort geschliffen und oft gemessen. Es sei die Vorarbeit für den Restaurator, der die historische Decke im Treppenhaus für die Nachwelt erhalten wird, wie es Bauplaner Olaf Voigt ausdrückt. Eine vollständige Wiederherstellung des Originals wäre allerdings zu aufwändig und teuer.

Während in der Pastiner Straße 2 der Endspurt läuft, auch Elektriker, dazu demnächst Treppenbauer und Bodenleger wirken, hat die Immo schon die Kütiner Straße 6 und 11, Markt 10 und Rittersitz 25 im Blick. Die Häuser sollen in diesem Jahr saniert werden. 2014 konnten die Wohnhäuser Hinter der Kirche 3, Luckower Straße 28 und 30 nach Sanierung bzw. Neubau fertig gestellt werden.

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