Warin : Endspurt bei Wariner Sporthalle

Die riesigen Granitplatten haben Gewicht. Drei braucht der Steinmetzbetrieb Bork aus Neukloster für das Eingangspodest; Firmenchef Ulf Bork (2.v.l.), Sohn Daniel (r.), der den Betrieb Anfang 2016 übernimmt, Geselle Karl Schulz (l.) und Schüler Willi Kopitzke.
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Die riesigen Granitplatten haben Gewicht. Drei braucht der Steinmetzbetrieb Bork aus Neukloster für das Eingangspodest; Firmenchef Ulf Bork (2.v.l.), Sohn Daniel (r.), der den Betrieb Anfang 2016 übernimmt, Geselle Karl Schulz (l.) und Schüler Willi Kopitzke.

Die Einschulungsfeier findet wie geplant am Sonnabend in sanierten, hellen Räumlichkeiten statt. Die Übergabe wurde auf September verschoben.

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26. August 2015, 20:57 Uhr

Das Baugerüst an der Sporthalle ist längst gefallen, das Gros der Sanierungsarbeiten erledigt. Die Einschulungsfeier für die 34 Kinder, die in die beiden ersten Klassen an der Wariner Grundschule „Fritz Reuter“ kommen, kann am Sonnabend wie geplant dort stattfinden. Eingangsbereich und Halle sind dann fertig, zeigen sich in hellen Farben. Dach, Heizungsanlage, Elektroinstallation und Hallenboden sind komplett erneuert, Prallschutzwände und eine Schallschutzdecke eingebaut, die Fassade wurde energetisch saniert, der Sanitärtrakt so umgebaut, dass Schüler, Sportler und Besucher auf geradem Weg vom Eingang in die Halle gelangen statt durch verwinkelte Räume.


Granit aus Skandinavien für Eingangspodest


Die Kosten kletterten gegenüber einer drei Jahre alten Grobplanung um 150 000 Euro auf eine Dreiviertelmillion. Der Grund: gestiegene Baupreise und eine Projekterweiterung. Gefördert wird das Vorhaben mit 200 454 Euro.

Jetzt werden lediglich die Umkleideräume und Toiletten nicht fertig. Für Sonnabend steht das Behinderten-WC jedoch zur Verfügung. Die Maler haben sicher noch nächste Woche zu tun, schätzt Marko Warning von der Firma Laufke aus Neukloster. Die Arbeiten hätten sich verzögert, weil der Estrich „einfach nicht trocknen wollte“, erklärt Hausmeister Jürgen Schmidt, „obwohl wir die Heizung angestellt und immer wieder gelüftet haben.“

Die Übergabe ist nun für Mitte nächsten Monats vorgesehen, sagt Schulleiterin Dagmar Arndt. Schon jetzt freue sie sich riesig, „die Halle ist wunderschön geworden“.

Gestern herrschte emsiges Treiben an und in der Sporthalle. Der Steinmetzbetrieb Bork aus Neukloster setzt das Eingangspodest aus drei Granitplatten. Die beiden Fugen sollen mit den Pfeilern an der Tür übereinstimmen, habe der Planer vorgegeben, „damit das symmetrisch aussieht“, erklärt Firmenchef Ulf Bork, der den Betrieb zum Jahresanfang 2016 an Sohn Daniel übergibt.

Der Granit komme aus Skandinavien, der Betrieb beziehe aber welchen aus der ganzen Welt. Jede Platte hat ein Maß von 2,50 mal 1,30 Metern und ist drei Zentimeter stark. Vier Mann, vier Ecken, das funktioniert bei diesem Gewicht nicht. Und dann noch ein Malheur: Ein Rad von dem Hunt, auf dem die Platten vom Hänger zum Halleneingang rollen sollen, ist platt. Selbst eine Fahrt zum Aufpumpen an der Tankstelle bringt nichts. Die Luft war so schnell wieder heraus wie hinein, sagt Ulf Bork achselzuckend. Handwerker der Firma Laufke, die drinnen malern und den Fußboden machen, helfen mit zwei Rollwagen, auf denen sie sonst Möbel bewegen. Damit geht’s, aber Schwerstarbeit bleibt es, die drei Granitplatten an ihren Platz zu bekommen. Das Ergebnis entschädigt, der Eingang sieht wirklich schick aus.

Neben den Malern macht sich drinnen Lothar Vorbeck von der Sternberger Reinigungsfirma Blumenthal zu schaffen. Er saugt Teppiche ab, mit denen der neue Hallenboden zum Schutz abgedeckt wird. Und heute gerät der Hausmeister nochmal tüchtig ins Schwitzen, wenn er für Sonnabend rund 200 Stühle einräumt.

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