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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

16. Dezember 2017 | 02:40 Uhr

Warin : Endplanung für Wariner Turnhalle

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Sanierung soll möglichst im Januar 2015 beginnen. Ehrgeizige Ziele sehen eine kurze Bauzeit vor. Der Grundriss für den Sozialtrakt wird verändert.

svz.de von
erstellt am 15.Sep.2014 | 17:16 Uhr

Der Schul- und Vereinssport finden nach den Sommerferien schon einige Wochen wie gewohnt statt. Doch für Kinder, Jugendliche und Erwachsene rückt der Termin näher, an dem sie das Feld für längere Zeit räumen und den Handwerkern überlassen müssen. Die Sanierung der Turnhalle an der Wariner Grundschule „Fritz Reuter“ geht in die Endplanung. Der Bauausschuss der Stadtvertretung hatte sich eingehend damit befasst, im Bauamt Neukloster-Warin wurde das Vorhaben noch einmal durchgegangen, und jetzt ist Planer Heinz-Josef Polzer aus Neukloster an der Reihe. „Es geht nicht mehr darum, was wir machen, sondern auf welche Art“, sagt Bauamtsleiterin Anke Mansour.

In Bauausschuss und Bauamt sei noch gemeinsam überlegt worden, den Grundriss für den Sozialtrakt zu verändern. „Der ist jetzt völlig kleinteilig. Jeder, der in die Halle will, muss erst durch einen der kleinen Räume“, erklärt Mansour.

Der Planer bereite gleichzeitig die Ausschreibungen vor, die in kleinen Losen erfolgen sollen. Der so genannte Wertgrenzenerlass ermögliche eine beschränkte Ausschreibung, die heimischen Bau- und Handwerksbetrieben größere Chancen biete. Mitte Juni hatte auch Innenminister Lorenz Caffier die Übergabe eines Förderbescheids, der exakt 200 454 Euro umfasst, mit der Bitte verbunden, nicht den billigsten, sondern den wirtschaftlichsten Firmen den Zuschlag zu geben und dabei Unternehmen aus der Region zu berücksichtigen.

In der letzten Sitzung der Wariner Stadtvertretung in diesem Jahr oder der ersten 2015, rechnet die Bauamtschefin, könnte die Auftragsvergabe beschlossen werden, um „möglichst im Januar, spätestens mit den Winterferien“ beginnen zu können. Für den Abschluss der Sanierung gäbe es ein ausgesprochen „ehrgeiziges Ziel“: 30. Juni 2015. Dann ende der Bewilligungszeitraum, bis dann müssten normalerweise die Fördermittel abgerechnet sein. Eine kurze Bauzeit werde auch angestrebt, um vor allem den Schulsport nicht übermäßig zu beeinträchtigen. „Knapp wird es, das ist klar. Sollten wir länger brauchen, können wir einen Antrag stellen, dass der Bewilligungszeitraum verlängert wird. Aber davon wollen wir jetzt nicht reden, die Arbeiten haben gar nicht angefangen“, so Mansour. Die beiden Sommermonate mit sechs Wochen Ferien ließen, was den Schulsport betrifft, jedoch Spielraum.

Die gesamte Außenhaut der Turnhalle – Fassade, Fenster und Dächer – muss saniert werden. Das Gebäude war im Winter sogar vorsorglich
gesperrt worden, wenn viel Schnee auf dem Dach lag und drohte, zu einer Einsturzgefahr zu führen. Das Flachdach auf dem Sozialtrakt sei besonders marode, hat der Planer ausgemacht. Komplett müssen Hallenboden, Heizungsanlage und Elektroinstallation erneuert werden. Prallschutzwände, die beim Bau der Halle in den 1970er-Jahren kein Thema waren, kommen hinein, zudem neue Geräte und eine Schallschutzdecke.

Eine Grobplanung für die Sanierung liegt bereits drei Jahre zurück. Danach würden die Gesamtkosten rund 550 000 Euro betragen.
„Damit wollen wir möglichst auskommen, obwohl die Baupreise in der Zeit bekanntlich gestiegen sind“, sagt die Bauamtsleiterin. Der Planer hält zum Vergleich auch die Kosten für einen Neubau, der anfangs mit in Erwägung gezogen worden war, entgegen. Ein Projekt dieser Größenordnung wäre mehr als doppelt so teuer geworden und hätte Polzer zufolge an die 1,5 Millionen Euro für Abriss und Neubau verschlungen. Schon die enorme Summe für die Sanierung hat noch im Frühjahr zu einer Diskussion in der Stadtvertretung geführt.

Der jetzige Eigenanteil der Stadt, ohne den keine Fördermittel fließen würden, ist im Haushalt 2014 eingeplant. Für den inzwischen abgeschlossenen Ausbau der Straße am Glammsee hatte Warin unerwartet einen Zuschuss über 95 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten. Das schon eingeplante, nun aber nicht benötigte Eigengeld lenkte die Stadtvertretung zu Gunsten der Turnhalle um.

Sven Koch, Vorsitzender des Bauausschusses, freut sich, „dass es nun endlich losgeht“. Nach den Worten von Minister Caffier gibt die
Sanierung der Halle, die über Jahrzehnte ihre Dienste geleistet hat, dem Standort eine Zukunft.

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