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Schlüsselübergabe im Sternberger DRK-Pflegeheim : Ende März ziehen erste Bewohner ein

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Im Haus riecht es noch ein wenig nach Farbe und neuen Möbeln, draußen wird die Außenanlagen hergerichtet. Das neue DRK-Pflegeheim am Sternberger Finkenkamp ist bezugsfertig, gestern erfolgte die Schlüsselübergabe.

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erstellt am 29.Feb.2012 | 07:40 Uhr

Sternberg | Im Haus riecht es noch ein wenig nach Farbe und neuen Möbeln, draußen wird geackert, um die Außenanlagen herzurichten. Das neue DRK-Pflegeheim am Sternberger Finkenkamp ist bezugsfertig, gestern erfolgte die feierliche Schlüsselübergabe. Danilo Wahl, Geschäftsführer der DRK-Betreibergesellschaft Pflegeheim Sternberg gGmbH und Leiter des Seniorenzen trums, dämpft allerdings zu große Erwartungen. Bis die ersten Bewohner einziehen können, würden noch einige Wochen vergehen. "Wir hoffen auf Ende März. Das hängt jetzt von der Festlegung des Pflegesatzes ab. Die restlichen Abnahmen und kleinen bau lichen Dinge kriegen wir hin." Die Verhandlungen mit den Pflegekassen seien verschoben worden. Nun rechne er für Ende der Woche mit einem Termin. "Hoffentlich bleibt es dabei."

Erfreulich sei die Nachfrage nach den 79 Plätzen, mit denen die Kapazität an dem Standort auf 135 steigt und sich mehr als verdoppelt. "Wenn jetzt alle, die sich angemeldet haben, ihre Koffer packen und einziehen würden, wäre das Haus schon halb voll", so Wahl.

Vor einem Monat hat Mandy Otto-Bismarck die Pflegedienstleitung in dem neuen Haus angetreten. Sie verfügt über knapp ein Jahrzehnt Erfahrung, insgesamt arbeitet sie 13 Jahre in dem Beruf. "Stationäre Betreuung ist für mich allerdings neu, da werde ich noch einiges dazulernen. Ich hatte vorher einen eigenen ambulanten Pflegedienst in Schwerin", erzählt die junge Frau aus Pastin. Das sei ein deutlicher Unterschied. "Bisher hatte ich meist nur Kontakt zu meinen Mitarbeiterinnen und kaum zu den Kunden. Das ist hier ganz anders, und darauf freue ich mich." Die 32-Jährige sieht auch in den kommenden Wochen ohne Heimbewohner viel Arbeit vor sich. So müssten Konzepte verfeinert, Gespräche mit Pflegekräften, die sich beworben haben, sowie mit künftigen Bewohnern und ihren Angehörigen geführt werden. Auf deren Wünsche wolle man so weit wie möglich eingehen, zum Beispiel bei der Einrichtung der Zimmer. Pflegebett und Kleiderschrank seien Standard, doch wer seinen lieb gewonnen Sessel, anderes kleines Mobilar oder den Fernseher mitbringen möchte, könne das durchaus, so Otto-Bismarck. "Ab 1. März sind wir erstmal zu viert." Mit zunehmender Belegung soll das Personal bis auf 50 Beschäftigte aufgestockt werden, 37 in der Pflege, zehn in Hauswirtschaft und Technik sowie drei bis vier in Leitung und Verwaltung.

Der erste Bauabschnitt des heutigen Seniorenzentrums am Finkenkamp wurde 1993 bezogen, 1998 folgten der Anbau von zwei Pflegebereichen und die Erweiterung des Betreuten Wohnens. Die Überlegung, an diesem Standort ein weiteres Pflegeheim zu errichten, sei 2008 konkret worden, so ein kurzer Rückblick des Geschäftsführers. Im Frühjahr darauf hätten drei Entwürfe vorgelegen, die Wahl fiel auf die heutige Variante. Die Planung wurde aber "schnell über den Haufen geworfen", weil zu wenig Einzelzimmer vorgesehen waren. Die machen jetzt 80 Prozent aus, und es kam ein Stockwerk hinzu. "Das ging immer recht sportlich und spannend zu", gab der Geschäftsführer gestern vor zahlreichen Gästen preis.

Die Entscheidung des DRK-Kreisverbandes Parchim zum Bau des Pflegeheims in Sternberg fiel Geschäftsführer Steffen Kanert zufolge vor allem aus drei Gründen: Bedarf, Synergieeffekte mit der vorhandenen Einrichtung und einwandfreie Zusammenarbeit mit der Stadt. "Für uns kam nur Sternberg in Frage, sonst hätten wir gar nicht gebaut", so Kanert. Es sei mit knapp sechs Millionen Euro die bislang größte Investition des DRK-Kreisverbandes, und das beinahe ohne Förderung. Allein die ARD-Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" habe 400 000 Euro beigesteuert.

Landrat Rolf Christiansen würdigte das Engagement des DRK, das in vielen Bereichen des Landkreises ein starker, kompetenter Partner sei. Die Betreuung älterer Menschen gehöre unbedingt dazu. Denn sie hätten den Grundstein für heutigen Wohlstand gelegt. Dem folgte auch Bürgermeister Jochen Quandt und erzählte von einer Begegnung tags zuvor mit einem älteren Mann auf der Straße. Dieser habe zu ihm gesagt, er freue sich sehr über das neue Pflegeheim, denn dadurch sei seine Frau ab 1. April wieder in Sternberg.

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