Warin : Elf Räder waren nicht verkehrssicher

Der zehnjährige Lucas aus Warin ist stolz: Sein Rad ist mängelfrei und bekommt von Ines Buchholz von der Polizeiinspektion Wismar die Fahrrad-Tüv-Plakette.  Fotos: Roland Güttler
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Der zehnjährige Lucas aus Warin ist stolz: Sein Rad ist mängelfrei und bekommt von Ines Buchholz von der Polizeiinspektion Wismar die Fahrrad-Tüv-Plakette. Fotos: Roland Güttler

Verkehrwacht Wismar und Umgebung schlägt Alarm. Fahrradprüfung bei den Viertklässlern der Grundschule Warin auf dem Sportplatz am Glammsee.

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27. Mai 2017, 08:00 Uhr

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. Und das galt auch beim „Fahrrad-Tüv“ durch die Präventionsberaterin Ines Buchholz von der Polizeiinspektion Wismar in Warin. Zusammen mit Marita Reinke und Sibylle Runge von der Verkehrswacht Wismar und Umgebung nahm Buchholz die Fahrradprüfung der Viertklässler der Wariner Grundschule auf dem Sportplatz der Zwei-Seen-Stadt ab.

Die Verkehrswacht-Mitarbeiterinnen hatten dazu auf dem Kunstrasenplatz einen Fahrrad-Parcours aufgebaut. Ines Buchholz checkte an anderer Stelle die Räder auf ihre Sicherheit. Bei den Jungs kam erst einmal ein Rad nach dem anderen nicht ohne Mängel durch. Bei Leon aus Warin war es der fehlende große Reflektor, der so genannte Z-Strahler. Somit gab es für sein Rad leider nicht den begehrten Aufkleber, den der Zehnjährige so gerne gehabt hätte.

Der Z-Strahler fehlte gleich mehrfach an den Rädern, die teils bis zu fünf Mängel aufwiesen. Der krasseste Fall: Einmal funktionierte der Rücktritt nicht und somit nur eine Bremse. Sportlehrerin Antje Hausmann wusste nicht mehr, was sie sagen sollte zu ihren „Männern“ – das Wort Jungs nahm sie im Gegensatz zu Mädels nie in den Mund: „Seit vier Wochen war den Eltern bekannt, wann die Fahrradprüfung ist, und es gab einen Merkzettel mit, welche Teile an einem Rad sein müssen.“

Doch dann waren ja noch Lucas aus Warin, der Allwardtshofer Michel sowie die beiden Büschower Paul und Julian an der Reihe – das Beste in Sachen Sicherheit kam zum Schluss. Es gab jeweils eine Plakette, und Hausmanns Miene hellte sich sichtbar auf.

Unterm Strich blieb aber ein eher ernüchterndes Fazit: „Elf Fahrräder (von 23 – d. Red.) waren nicht verkehrssicher. Das gab es noch nie und ich bin schon viele Jahre dabei, einige eurer Eltern haben bei mir schon als Schüler ihren Fahrradpass abgelegt “, betonte Sibylle Runge bei der Auswertung. „Es ist sehr wichtig: Eure Eltern müssen drauf achten: Ihr müsst zu sehen sein; es geht um eurer Leben!“, so Runges Appell.

Beim Fahrradparcours wurde für Klassenlehrerin Diana Piehl deutlich, „wer viel Rad fährt und wer nicht“. Marlene aus Warin tritt in die Pedale, seit sie fünf ist, und die Eltern sind viel mit ihr per Rad unterwegs. Die Zehnjährige findet das cool: „Da kann man Sport treiben und es macht einfach Spaß.“ 

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