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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Oktober 2017 | 11:29 Uhr

Neukloster : Elektrik, Spaß und Näharbeiten

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Zum Tag der offenen Tür lud das Neuklosteraner Gymnasium Am Sonnenkamp ein. Den Kurs „Vom Design zur Fertigung“ gibt es bereits im achten Jahr.

svz.de von
erstellt am 20.Jan.2014 | 17:37 Uhr

Konzentriert steckt Dominic Link einen elektrischen Schaltkreis auf der Schauplatine. „Der Stromkreis reagiert auf Licht und soll Musik aktivieren“, erläutert der 15-Jährige. Der Wariner war einer von vielen Standbetreuern beim Tag der offenen Tür am Sonnabend am Sonnenkamp-Gymnasium in Neukloster. Es dauerte auch nicht lange und Musik ertönte aus zwei kleinen Lautsprechern. „Ich habe mich schon immer für Elektrik interessiert, früher meinem Opa über die Schulter geschaut. Ich finde Elektrik interessant, weil es ein vielseitiges Feld ist. Mit Fantasie kann ich mir viele Dinge basteln“, sagt Dominic, der sich gut vorstellen kann, einmal etwas in Richtung Elektronik beruflich zu machen.

Zum 18. Mal öffnete das Gymnasium seine Pforten zu einem Tag der offenen Tür. „Die Kollegen bereiten diesen Tag immer sehr gut vor. Aber auch unsere Schüler und die Eltern sind dabei. Überhaupt funktioniert die Kooperation zwischen Elternhaus und Schule sehr gut an unserem Hause. Jeder Lehrer hat seinen Raum ausgestaltet. An diesem Tag kommen wir mit vielen Eltern ins Gespräch. Das Interesse ist groß und sie bringen sich mit Ideen über den Elternrat ein. Die Eltern sind eine maßgebliche Säule“, betont Astrid Paschen. Seit 18 Jahren ist die 51-Jährige Schulleiterin am Sonnenkamp-Gymnasium Neukloster.

„Ich wollte gerne sehen, wie und wo mein Sohn lernt, möchte Kontakte zu den Lehrern knüpfen und mir das Schulhaus ansehen“, sagt Nana Zoch. „Ich ging hier selber einmal zur Schule im Haus gegenüber, wo sich heute die Regionale Schule befindet. Hier in diesem Haus hatten wir unseren Hort“, erinnert sich die Teplitzerin. Ihr Sohn Lukas Lemke zeigt ihr das Experiment vom schwimmenden Ei. Dabei schaut der 12-jährige Hidde Jensema aus Alt Farpen auch gleich zu.

In der Aula findet während der geöffneten vier Stunden ein Rundum-Programm mit Musik, Gesang, Tanz und Kampfsport statt. „Das ist ja wirklich toll, was die Schüler hier im Kunstkurs nach ihren Ideen alles gestalten“, so Cornelia Blumich. Sie steht mit ihrem Mann vor der Arbeit ihrer Tochter Selina, die die 9. Klasse besucht. „Wir verfolgen über die Schuljahre unserer Töchter, Jolanda und Selina, den Tag der offenen Tür und haben immer ein positives Erlebnis. Ob es das Programm in der Aula ist oder die Präsentationen in den Räumen. Vor allem die Eigenständigkeit der Schüler, die durch die Lehrer gefördert wird, ist lobenswert, so Frank Thiedemann.

Im Rahmen des Projektes „Schule plus“ leitet Silke Hammersdorfer den wöchentlichen Kurs „Vom Design zur Fertigung“ bereits im achten Jahr. „Das Nähen erfordert logisches Denken und ist nicht so einfach, wie es aussieht. Die Schülerinnen treffen sich vierzehntägig für drei Zeitstunden“, so die Biologie- und Sportlehrerin, die im vergangenen Jahr „Lehrer des Jahres Mecklenburg-Vorpommern“ wurde. Vor zwei Jahren kaufte sich Elisabeth von Erffa eine Nähmaschine, weil sie Spaß an den Näharbeiten hat. „Mir gefällt es vor allem hier in der Schule zu nähen. Denn hier habe ich einen Ansprechpartner, wenn ich etwas wissen möchte“, so die Achtklässlerin aus Niendorf.

In zu Cafés umfunktionierten Schulräumen bieten derweil die 11. und 12. Klassen Essen und Trinken an. Henning Schrein, 17 Jahre, ist einer von ihnen. „Ich war damals auch zu einem Tag der offenen Tür da, bevor ich ab der 7. Klasse hier weiter zur Schule ging. Mein Bruder war bereits am Sonnenkamp-Gymnasium. Mir gefällt die Atmosphäre hier gut, die Projekte sind toll und machen Spaß“, erzählt der Wariner.




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