Sternberger Burg : Elche über Ostern in Groß Raden

Elchbulle Björn folgt Jens Kohlhaus bis zum Ausgang. Die Tiere sind handzahm und suchen Beschäftigung.  Fotos: Rüdiger Rump
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Elchbulle Björn folgt Jens Kohlhaus bis zum Ausgang. Die Tiere sind handzahm und suchen Beschäftigung. Fotos: Rüdiger Rump

Karfreitag bis Montag Safaris ins Gehege am Freilichtmuseum. Tiere werden auf Kamelhof Sternberger Burg mit Flasche aufgezogen

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24. März 2016, 05:00 Uhr

Die Geschwister Björn und Merle haben mit ihren acht Monaten schon eine stattliche Größe erreicht. Und beim Elchbullen zeigen sich gerade Ansätze für sein späteres, ausladendes Schaufelgeweih, das den größten heute vorkommenden Hirsch, dessen Lebensraum sich über den Norden Europas, Asiens und Amerikas erstreckt, so prägt. Diese Art sei zwar seltener als Stangenelche mit ihren Spitzen, dafür umso bekannter, weil in Filmen und auf Bildern meist Elche mit den weit imposanteren Schaufeln zu sehen seien, meint Jens Kohlhaus vom Kamelhof in Sternberger Burg.

Dort werden die beiden Jungtiere, die aus Skandinavien stammen – daneben gibt es Alaska-Elche –, seit August vorigen Jahres mit der Flasche aufgezogen. Außerdem erhalten sie spezielles Futter. Die Pellets bestehen aus Ballaststoffen mit Blättern, Zweigen und Wasserpflanzen. Gras, Heu oder Stroh fressen sie überhaupt nicht. „Elche sind sehr empfindlich, was die Nahrung betrifft. Das ist das Problem bei der Haltung. Was hier wächst, ist meist sehr proteinhaltig“, erklärt Kohlhaus.

„Sie mögen gern Äpfel, können aber die Schale nicht verdauen. Wo sie herkommen, gibt es keine.“ Dort ließen sich Elche süße Beeren schmecken und dazu Blätter. Äpfel und anderes Obst könnten binnen weniger Stunden tödlich sein, sagt Kohlhaus, ein Ur-Mecklenburger und gelernter Zoofachhandelskaufmann, der sich als Fitness- und Gesundheitsunternehmer seine Leidenschaft für Aquaristik und Terraristik bewahrt und schließlich mit dem Kamelhof zum Beruf gemacht hat.

Von Karfreitag bis Ostermontag können Besucher erstmals Bekanntschaft mit den jungen Elchen machen. Dazu wird das über Jahre verwaiste Gehege am Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden neu hergerichtet. Zwischen 10 und 12 sowie 14 und 16 Uhr führen Safaris für zehn bis 20 Interessierte hinein. Zwischendurch brauchten die Tiere Ruhe, obwohl sie an den Umgang mit Menschen gewöhnt seien. Der Eintritt für Erwachsene kostet drei Euro, für Kinder zwei. Das Geld werde zur Refinanzierung der aufwändigen Haltung eingesetzt.

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