Reaktion auf SVZ-Beitrag : Eisbaden geht 2016 wieder weiter

Reinhard Sotona liebt es, in Verkleidung in den See zu steigen: mal blond, mal braun.
Reinhard Sotona liebt es, in Verkleidung in den See zu steigen: mal blond, mal braun.

Beim nächsten Silvesterbaden hat Familie Sotona die Fäden in der Hand / Der Spaß geht also weiter für Aktive und Zuschauer.

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01. Januar 2016, 16:12 Uhr

Die gute Nachricht zuerst: Zu Silvester 2016 werden die Sternberger Eisbader doch wieder ins kühle Nass des Luckower Sees steigen. Nachdem das beliebte Spektakel zu Silvester 2015 ausgefallen war, weil sich einfach kein Organisator fand. Und auch ein Arzt muss schließlich bei solchen Events zur Stelle sein. Doch den gab es auch nicht. Viele Sternberger waren deshalb geschockt und enttäuscht, als sie die Absage in der SVZ lasen. Und manch einer hatte den Spaziergang dorthin ganz umsonst gemacht. Na ja, vielleicht nicht ganz umsonst … Doch jetzt haben sich Monika und Reinhard Sotona der Sache angenommen. „Wir werden das Silvesterschwimmen zu Ultimo 2016 wieder ins Leben rufen“, erzählen die Beiden. „Es hat doch immer so viel Spaß gemacht.“ Und das hat es ihnen nicht nur als Zuschauer. Nein, Reinhard Sotona, 63, ist all die Jahre, seit es in Sternberg das Silvesterschwimmen gibt, als Aktiver dabei. Und mehr noch: Er war auch stets der Spaßvogel der Truppe. Immer kam er in anderer Verkleidung, wie ein Chamäleon. Mal mit blonder, mal mit brauner oder schwarzer Perücke. Oftmals musste auch Mutters Kittelschürze herhalten. Oder aber er kam als heiße „Hawaii-Braut“ daher. Und es war nicht selten, dass er die Eisbader nach getaner „Erfrischungskur“ mit zu sich nach Hause in die heimische Sauna nahm. Wo sie sich als „Warmduscher“ profilieren konnten.

Zur Stammtruppe der Eisbader-Dynastie gehören auch Ulli Ritschel, Hanne Holz, Monika Scharrenberg, Sylvia Ihlenfeldt, Günther Gottschall, Edda Ferl und nicht zuletzt – als Älteste in der Truppe – die 76-jährige Erika Knorr. Alle Genannten sind von Anfang an dabei. Zeitweilig war auch Kerstin Nitschinger mit von der Partie. Bruno Pischel war es, der zusammen mit dem Sternberger Arzt Dr. Siegfried Wiesner das Silvesterschwimmen ins Leben rief. Das erste Mal stiegen die mutigen Sternberger zum Jahreswechsel 1999/2000 in die eisigen Fluten – einem neuen Jahrtausend entgegen. Das war genau um Mitternacht.

Die vergangenen Jahre wurde das Eisbaden dann auf den Nachmittag verlegt. Zu Anfang waren es zwischen 18 und 20 Teilnehmer. Und von Jahr zu Jahr wurden es mehr. Doch mit der Zeit sind es wieder ein paar weniger geworden. Doch das tut der Liebe keinen Abbruch; der Nachwuchs steht schon in den Startlöchern. Namentlich Viktoria, Enkelin von Reinhard Sotona, die vor zwei Jahren als Elfjährige mit Opa erstmals ins eisige Wasser stieg.

Doch nicht nur die aktiven Eisbären haben ihren Spaß an der Sache. Jedes Jahr hatten sich auch viele Zuschauer eingefunden, die die Eisbader anfeuerten. Und wer dann den Fluten entstiegen war, der konnte sich gemeinsam mit ihnen bei einem leckeren Punsch oder einer heißen Suppe an aufgestellten Feuerschalen erwärmen. Günther Gottschall schwärmt in höchsten Tönen vom Eisbaden. „Es ist einfach herrlich, auch bei niedrigen Wasser- und Lufttemperaturen zu baden. Dabei tue ich gleichzeitig etwas Gutes für meine Gesundheit.“

Am 31. Dezember 2016 ist es nach dann einem Jahr Pause - zur Freude vieler – wieder soweit!

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