Sternberg : Einmal einen Marathon laufen

Aal geht bei ihm immer, weiß Fischer Jörg Rettig, aber auch anderer Räucherfisch, Matjes und Frischware je nach Jahreszeit. Inzwischen ist die Karpfenzeit angebrochen, die zu Weihnachten und Silvester ihren Höhepunkt erlebt.
Aal geht bei ihm immer, weiß Fischer Jörg Rettig, aber auch anderer Räucherfisch, Matjes und Frischware je nach Jahreszeit. Inzwischen ist die Karpfenzeit angebrochen, die zu Weihnachten und Silvester ihren Höhepunkt erlebt.

Der Sternberger Fischer Jörg Rettig beantwortet heute unsere 20 Fragen zum Wochenende.

von
05. Dezember 2014, 17:10 Uhr

Sein Fischwagen steht mittwochs am Sternberger Markttag immer an der gleichen Stelle. Und Jörg Rettig gehört zu den
Wenigen, die dort selbst bei eisigem Frost ausgeharrt
haben. Zum 1. Januar 2003 übernahm er die Sternberger Seenfischerei, von seinem Vater Johann-George Rettig. Dieser war im Mai 1961 als Wirtschaftsleiter für den damaligen Betriebsteil des VEB Binnenfischerei Schwerin nach Sternberg gekommen und hatte sich nach der Wende mit zwei Berufskollegen selbstständig gemacht.

Jörg Rettig ging ab der achten Klasse als Segler zur Sportschule, wurde 1983 Junioren-Weltmeister in der 470er-Klasse und noch einige Male DDR-Meister. Nach der Laufbahn als Leistungssportler beim SC Traktor Schwerin, lernte er Tischler und erst dann Fischwirt. Drei Jahre später qualifizierte er sich zum Fischwirtschaftsmeister. Rettig engagiert sich auch
ehrenamtlich. Nachdem er als berufener Bürger im Umweltausschuss tätig war, gehört er seit den Kommunalwahlen im Mai dieses Jahres der Stadtvertretung an.

Heute beantwortet Jörg Rettig unsere 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Jörg Rettig: Irgendwo am Wasser.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Heimatort sofort ändern?
Als Bürgermeister muss man das große Ganze sehen. Wenn man eine Sache verändern möchte, ist genau zu bedenken, ob das an anderer Stelle vielleicht zu weniger guten Dingen führt. Mir fehlt da
der Überblick, aber Jochen Quandt macht die Sache ja sehr gut.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
An der Fischerei am Sternberger See.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Wahrscheinlich beim Altstoffe sammeln
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Meine erste größere Anschaffung war ein Surfbrett.
Was würden Sie gerne können?
So gut Geburtstage und Telefonnummern merken wie meine Frau.
Was stört Sie an anderen?
Selbstüberschätzung.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Bei Dieter Nuhr in Schwerin.
Was Unvernünftiges haben Sie zuletzt getan?
Dazu schweig ich lieber.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Einen persönlichen Helden habe ich nicht. Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen, und das ist auch gut so.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Krimiserie von Adler Olsen.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Den Wetterbericht im NDR.
Wo trifft man Sie eher: bei der Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Eher beim Karneval.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Da wüsste ich keinen Speziellen.
Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ist die Küche gut, bin ich nicht wählerisch. Ich esse alles mal gerne.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Ich glaube, mit der Romantik in dieser Richtung habe ich es nicht so.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Eine selbst geschriebene Geschichte von meiner Tochter.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Einmal einen Marathon laufen.
Was werden Sie als Rentner machen?
Ich freue mich, eigentlich noch einige Jahre arbeiten zu können, dabei gesund zu bleiben, und dann wollen wir mal weiter sehen.
Wem sollten wir dieses Fragen ebenfalls stellen?
In Sternberg und Umgebung gibt es so einige interessante Menschen, die mir da einfallen würden, möchte aber keinen benachteiligen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen