Bad Kleinen : Einkaufshalle zu vergeben

Gähnende Leere in dem seit 1. Juli geschlossenen Verkaufsgebäude, das Aldi erst 2005 neu gebaut hat. Einen Nachnutzer zu finden wird schwierig.
Gähnende Leere in dem seit 1. Juli geschlossenen Verkaufsgebäude, das Aldi erst 2005 neu gebaut hat. Einen Nachnutzer zu finden wird schwierig.

Suche nach Nachnutzer für geschlossenen Aldi-Markt in Bad Kleinen gestaltet sich schwierig

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16. Juli 2018, 05:00 Uhr

Seit dem 1. Juli stehen die Kunden der Aldi-Filiale Bad Kleinen vor verschlossenen Türen (SVZ berichtete). Der Discounter gibt diesen sowie den Standort Neukloster komplett auf. Nun heißt es für Aldi, den Besitzer von Grundstück und Immobilie, gemeinsam mit den Verantwortlichen der Gemeinde einen Nachnutzer zu finden. „Wir möchten in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine Vermietung hinkriegen“, so Aldi-Manager Olaf Stritzke, Leiter Immobilien und Expansion des zuständigen Regionalbüros in Scharbeutz.

Die Gemeinde indes hat sich bereits auf die Suche gemacht - bislang ohne Erfolg. So nahm der Vorsitzende des Finanzausschusses, Bernd Heidrich (Die Linke) unlängst Kontakt mit einem fränkischen Sonderpreis-Baumarkt auf: „Ich möchte Ihnen einen neuen Geschäftsstandort in unserem Ort empfehlen“, heißt es unter anderem in dem Schreiben an das Unternehmen. „Als Eisenbahnknotenpunkt mit großem Bahnhof, Grund- und Regionalschule, Kita, Ärzten sowie Netto- und EDEKA-Markt und in Autobahnnähe, sind wir verkehrstechnisch und einwohnerfreundlich sehr gut aufgestellt.“ Bereits zwei Tage später kam das Antwortschreiben mit einer Absage. „Leider haben Standortanalysen ergeben, dass keine ausreichende Wirtschaftlichkeit am Standort Bad Kleinen zu erwarten ist“, teilt Sylvia Weise, von der Abteilung Expansion/Sachbearbeitung Standortentwicklung darin mit.

Bürgermeister Joachim Wölm (Die Linke) kann diese Einschätzung nicht nachvollziehen: „Mit Bad Kleinen und den umliegenden Gemeinden Bobitz, Groß Stieten, Ventschow, Hohen Viecheln, Lübstorf sprechen wir von etwa 7000 Einwohnern.“ Für ihn ein Aufruf, sich in der nächsten Zeit persönlich und ganz intensiv um einen Nachmieter für das Objekt zu kümmern. „Ich habe die kommenden zwei Wochen etwas mehr Zeit, um auf die Suche zu gehen“, sagt der Kommunalpolitiker.

Er will jedenfalls alles dafür tun, Gebäude und Grundstück nicht zum Schandfleck des Ortes verkommen zu lassen.

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