Warin : Eine Wanderung durch die „Verwunschenen Berge“

Hausherr Jan Lippke, der stellvertretende Leiter des Naturparks Sternberger Seenland, und der Vortragende Jörg Gast (r.) freuen sich über ein volles Haus.
Hausherr Jan Lippke, der stellvertretende Leiter des Naturparks Sternberger Seenland, und der Vortragende Jörg Gast (r.) freuen sich über ein volles Haus.

2016er-Vortragsreihe im Wariner Naturparkzentrum begann vielversprechend zum Prokletje-Gebirge.

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22. Januar 2016, 23:29 Uhr

Der Leiter des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide, Jörg Gast, und seine Frau wollten zu einem besonderen Familienanlass eine besondere Reise machen. Als Wanderfreunde entschieden sie sich für eine noch relativ unbekannte Tour. Im Dreiländereck Kosovo, Montenegro und Albanien hatten Touristiker, unterstützt vom deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, einen Weg durch die „Verwunschenen Berge“ mit dem notwendigen Netzwerk aus Unterkünften, Service und Kultur ins Angebot gebracht.

Im September 2014 erwanderte das Ehepaar Gast zusammen mit Wanderern aus Österreich und England diesen „Peaks of the Balkan Trail“. 190 Kilometer ging es durch das Prokletje-Gebirge, mitsamt bis zu täglichen 1500 Höhenmetern als besondere Zugabe für „Flachlandtreter“.

Vorgestern Abend vervielfältigte sich die Wanderschar auf dieser so ursprünglichen Route fern des Massentourismus. Jörg Gast nahm mit multimedialem Geschick wohl alle Zuhörer im gut besetzten Saal des Naturparkzentrums von Warin aus mit in die phantastische Bergwelt des Dreiländerecks in Südosteuropa. Mit eindrucksvollen Bildern war das Besondere an dieser Wanderroute nachvollziehbar. Man wanderte förmlich mit, auf nur vom Guide erkennbaren Pfaden, genoss herrliche Aussichten, sah die bizarren Formen des Karstes, die Blaubeerhaine, den Enzian so blau und auch die dargebotenen orttypischen Mahlzeiten, oft nur auf kleinem Feuerherd gezaubert.

Man muss sich schon darauf einlassen, auf das Umsteigen auf das Ursprüngliche, auf Tage ohne Strom, ohne Handy-Empfang, ohne warme Dusche. Doch wer das schafft, der kommt soviel zurück an ungebrochener herzlichen Gastfreundschaft, an den Schönheiten der Natur.

Jörg Gast verstand es mit seiner lebendigen Vortragsart nicht nur dieses Gefühl zu vermitteln. Er verband Geschichte, ethnische Vielfalt, jetziges Leben und die Schönheit dieses Teiles des Dinarischen Gebirges zu einem eindrucksvollem Gesamtbild, das Sehnsüchte weckte nach Reisen, die einen noch das Abenteuer einer anderen Kultur, eines ungewohnten Alltags erleben lassen.

Mit starken Applaus bedankten sich die zahlreichen Zuhörer bei dem Vortragenden. So gestaltete sich der Auftakt der Vortragsreihe 2016 des Naturparks Sternberger Seenland sehr vielversprechend. Am 25. Februar wird die Reihe fortgesetzt. Dann wird es um die neuen Erkenntnisse der Geschichte des 1. Warins (?) gehen.

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