Eickelberg : Eine Tour zu den Schneeglöckchen

Über Stock und Stein und auch vorbei an vielen Schneeglöckchen ging es für die 20 Wanderfreunde, die auf ihrer Tour viel über Blumen, Biber und Vögel erfahren haben.
Über Stock und Stein und auch vorbei an vielen Schneeglöckchen ging es für die 20 Wanderfreunde, die auf ihrer Tour viel über Blumen, Biber und Vögel erfahren haben.

Interessengemeinschaft der Dörfer Eickelberg und Groß Labenz wandert auf uraltem Pfad

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19. März 2018, 05:00 Uhr

„Und ich sage euch, keine Siegespalme, kein Baum der Erkenntnis, kein Ruhmeslorbeer ist schöner, als dieser weiße, zarte Kelch am blassen Stengel, der im frostigen Wind schaukelt …“ – was konnte besser für eine Schneeglöckchenwanderung zwischen Eickelberg und Groß Labenz zutreffen, als dieses Zitat von Karel Capek.

Die Idee zu dieser Schneeglöckchenwanderung entstammte dem Kampf zweier Dörfer – Eickelberg und Groß Labenz – gegen die Sperrung des alten Landweges zwischen beiden und damit gegen das Trennen zweier Dörfer. Die daraus entstandene Interessengemeinschaft gewann diesen Kampf und rückte noch enger zusammen. Die erste gemeinsame Veranstaltung in diesem Jahr war diese Schneeglöckchenwanderung. Elke Woitke, die auf der Eickelberger Seite die Fäden in der Hand hält, kam auf das Thema der Wanderung, weil es vor der Kirche jedes Frühjahr nur so bimmelt und klingelt, „dieser weiße, zarte Kelch am blassen Stengel“ im Wind schaukelt und das mehr als 1000-mal.

Dick eingemummelt trafen sich 20 Teilnehmer am Loofsee bei Groß Labenz, es ging quer über den Acker, gerade zu auf den Labenzer See. Dort tauchte die Gruppe ein in eine wilde Ursprünglichkeit, kletterte einen unwegsamen Abhang hinunter und stand plötzlich auf dem fast verschwundenen, Jahrhunderte alten Wanderweg, der um den 231 Hektar großen Groß Labenzer See führt. Und auf diesem Weg befand man sich auch schon inmitten eines großen Teppichs voller Schneeglöckchen. Gudrun Schützler aus Qualitz nutzte gleich die Gelegenheit, die Wanderfreunde mit Wissenswertem rund um das Schneeglöckchen zu füttern. Danach führte der Weg in den Bereich, in dem der Tornado 2015 wütete. Ornithologe Lothar Daubner aus Klein Görnow, der in den entwurzelten Bäumen so manche alte Vogelnistspur entdeckte. Weiter wanderten die Naturfreunde auf den Spuren der Biber.
Schlusspunkt der Schneeglöckchenwanderung war ein gemeinsames Picknick an der Eickelberger Kirche.

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