Hohen Pritz : Eine sagenhafte Erfolgsgeschichte

Von der Jugendwehr zu den Aktiven: Max Rusbült (l.) und Paul Rogmann aus Schlowe treten ihr Probejahr als Feuerwehrmannanwärter an.
Von der Jugendwehr zu den Aktiven: Max Rusbült (l.) und Paul Rogmann aus Schlowe treten ihr Probejahr als Feuerwehrmannanwärter an.

Feuerwehr Hohen Pritz zählt aktuell 46 Mitglieder, davon 19 Aktive.Jugendwehr trägt erste Früchte: Zwei wechseln zu den Großen

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20. Februar 2018, 05:00 Uhr

Zur Gemeinde Hohen Pritz zählen neben dem Namensgeberort auch die Dörfer Klein Pritz, Kukuk und Dinnies. Insgesamt wohnen hier 370 Einwohner – Hohen Pritz ist somit eine der kleineren Kommunen im Sternberger Seenland.

Um so bemerkenswerter ist die Entwicklung der örtlichen freiwilligen Feuerwehr. „Über 20 Mitglieder in der Jugendwehr ist außerordentlich bei der Einwohnerzahl“, würdigte Bürgermeister Jan Kessel auf der Jahreshauptversammlung der Blauröcke am Samstagabend. Für Kessel war es die vierte Teilnahme als Gemeindeoberhaupt bei der Jahresbilanz der Wehr. Und er sei immer wieder von Mal zu Mal erstaunt, dass das Vorjahresergebnis noch zu toppen geht.

Aktuell zählt die freiwillige Feuerwehr sagenhafte 46 Mitglieder: 19 Aktive, je einen Kameraden in der Reserve bzw. Ehrenabteilung sowie 25 in der Jugend- sowie Kinderwehr. Dabei war man 2010 am Überlegen, mit damals nur noch 13 Kameraden die Wehr abzumelden. Doch das passierte nicht. Mit dem neuen Wehrführer René Pfalzgraf kamen neue Ideen. Unter anderem wurde ein Förderverein gegründet und die Jugendwehr ins Leben gerufen. Jetzt erntet man die Früchte: Mit Max Rusbült und Paul Rogmann rückten die ersten beiden von der Jugendwehr zu den Aktiven auf.

Beide stammen aus Schlowe, der Ort gehört zur Nachbargemeinde Borkow. Doch da sie in der Jugendwehr waren, wollen die Teenager auch weiter bei der Hohen Pritzer Wehr bleiben. „Schlowe ist ja fast Hohen Pritz-Ausbau“, meinte Pfalzgraf nicht ganz ernst gemeint.

Länger dabei sind David Neumann und Nico Dwars, die für ihre zehnjährige Mitgliedschaft mit der Ehrenspange gewürdigt wurden.

Doch dass ist noch gar kein Vergleich zu zwei anderen Geehrten – Pfalzgrafs Vorgänger bzw. Vorvorgänger als Wehrführer. Rüdiger Gerwien (59) stand von 1999 bis 2010 der Wehr vor und ist insgesamt 40 Jahre dabei. Und Kurt Belgradt war der Wehrchef von 1974 bis 1999. Beide wurde vom MV-Innenminister mit der „Ehrennadel in Gold“ geehrt. Gerwien bekam sie jetzt überreicht, Belgradt erhält sie im Rahmen einer Dampferfahrt in Sommer auf dem Schweriner See persönlich aus den Händen von Minister Lorenz Caffier. So viel Trubel um seine Person ist dem 80-Jährigen, der sechs Jahrzehnte Feuerwehrmann ist, eigentlich gar nicht Recht. Doch Ehre, wem Ehre gebürt…

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