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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. Oktober 2017 | 00:58 Uhr

Schwimmen : Eine Runde um das Wariner Strandbad

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Rund 30 Kinder starteten in zwei Altersklassen beim DLRG-Langstreckenschwimmen. Die Sieger kommen aus Warin und Markranstädt.

von
erstellt am 17.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Das Wasser hat mit 20 Grad zwei mehr als die Luft. Zwischen den Wolken, die sich ab Mittag breit gemacht haben, lugt aber zuweilen die Sonne durch. Gefühlt ist es allemal wärmer als die gemessene Temperatur. „Der Wettergott meint es gut“, meint Simone Benke-Saathoff, Vorsitzende des Warin Ortsverbands der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). „Wenn jetzt noch der Wind wieder nachlassen würde. Heute früh war das Wetter genial.“ Sie
habe selbst getestet, welche Richtung am besten sei für das Langstreckenschwimmen am Nachmittag, das die DLRG in diesem Jahr erstmals nur noch für Kinder veranstaltet.

Rund 30 Mädchen und Jungen starten in zwei Altersklassen. Bis zehn Jahre sind 200 bis 250 Meter zu bewältigen, eine kleine Runde um das Strandbad. Ganz genau lasse sich die Streckenlänge nicht berechnen, sagt Benke-Saathoff. Vom Längssteg geht es um eine rote Boje und den Quersteg. Für die zweite Altersklasse – elf bis 14 Jahre – ist die Runde größer, ca. 400 Meter lang, von Bojen etwas weiter hinaus markiert.


Die Sieger sind regelmäßig aktiv


Der erfahrene Schwimmlehrer Klaus Fröhlich, Wachleiter im DLRG-Ortsverband, weist die erste Gruppe ein und zählt durch. 15 Kinder müssen es laut Liste sein. „Schwimmt nicht zu dicht am Steg, damit ihr euch nicht verletzt“, gibt er mit auf den Weg. „Und wer bemerkt, dass jemand nicht mehr kann, macht sich bemerkbar.“ Dies bleibt eine rein vorsorgliche Ansage. Sicher ziehen die Kinder ihre Bahn.

Mit beruhigendem Vorsprung kommt Timo Martens als Erster aus dem Wasser. Im Juni zehn geworden, gehört er bereits einer DLRG-Gruppe an, seine Mama Ines Martens-Riewe auch dem Vorstand des Ortsverbandes. Timo möchte mal Rettungsschwimmer werden, trainiert auch schon bei den Größeren mit, im Wariner Strandbad, aber ebenso in Neukloster im Bewegungsbad des Therapiezentrums. Das sei vor allem für die Vor- und Nachsaison wichtig, meint die Mama. „Wir schwimmen und tauchen dort“, erzählt der Zehnjährige. Für ihn wäre es auch nicht schlimm gewesen, wenn er nicht ganz vorn gelegen hätte, doch nun sei die Freude umso größer. Sie habe „einige Technikmängel“ bei ihrem Sohnemann gesehen, fügt die Mutter an, „aber darüber sprechen wir unter uns“.

Zweite wird Nina Eichen, erst neun Jahre. Sie ist mit ihren Eltern Christine Eichen und Thomas Binder sowie Freundin Liljana Gube (10) eigens aus Grabow gekommen. „Ganz stark, astrein“, ist der Papa begeistert. Es sei eine Umstellung gewesen vom heimischen Schwimmbad zum See, „aber schön“, sagt Nina.

Bei den Größeren behaupten sich zwei Mädchen vorn: Sarah Podeyn vor Lilly Diedrich. Erstere kommt aus Markranstädt bei Leipzig, ist zum vierten Mal dabei und landet den dritten Sieg, wie sie stolz erzählt. Die Familie macht in Stralsund Urlaub, hat den aber schon öfter in MV verbracht und ist dann bei Langstreckenschwimmen gewesen. Sarah trainiert zu Hause dreimal pro Woche im Verein. Er sei selbst schon mehrmals in Warin mitgeschwommen, erzählt der Papa Carsten Podeyn.

Die Zweitplatzierte Lilly Diedrich (12) aus Warin ist Rettungsschwimmerin bei der DLRG, hat am Montag zuvor ihre Prüfung abgelegt. Eltern und Großeltern sind nun mit ins Strandbad gekommen und feuern sie vom Steg aus an.


Für Feuerwehr wie verhext – zweimal Alarm


Mit drei Booten sind die freiwilligen Feuerwehren Warin und Neukloster sowie der Angelverein „Petri Heil“ auf dem Wasser. „Wir sind jedes Mal dabei. Die Kinder sollen Sicherheit haben“, sagt Angler Günter Diedrich. Er hat ausnahmsweise seinen privaten Außenbordmotor angebracht. Den darf er sonst nur woanders nutzen. Auf dem Großen Wariner See dürfen nur Einsatzfahrzeuge mit Motoren fahren.

Für die Wariner Feuerwehr an Land scheint es wie verhext zu sein. Als die erste Gruppe der Kinder gerade im Wasser ist, ertönt die Sirene. Der Einsatz ist schnell beendet, unweit am alten Strand musste ein Lagerfeuer vom Vorabend, das wieder aufflackerte, gelöscht werden. Gut eine halbe Stunde später, als soeben der Schlauch an der Schaumkanone befestigt ist, wieder Alarm. Diesmal ein Verkehrsunfall auf der Landesstraße bei Dämelow. Die Schaumparty muss also warten, doch mit dem Neptunfest kann es gleich losgehen.

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