Gross Raden : Eine Reise in die Bronzezeit

Knochenarbeit: Zusammen mit Museumsleiterin Heike Pilz (M.) bauten die Schüler ein Skelett zusammen.  Fotos: Wibke Niemeyer
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Knochenarbeit: Zusammen mit Museumsleiterin Heike Pilz (M.) bauten die Schüler ein Skelett zusammen. Fotos: Wibke Niemeyer

Sechstklässler der KGS Sternberg erlebten einen Projekttag im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden

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13. Dezember 2017, 20:30 Uhr

Bis vor wenigen Jahren erschien die Bronzezeit als eine Zeit tiefen Friedens. Dann wurden im Tal der Tollense bei Altentreptow die Reste eines Schlachtfeldes aus der Zeit um 1250 vor Christus entdeckt. Dadurch änderte sich das Bild der Bronzezeit grundlegend. In dem großen Konflikt standen sich hunderte von jungen Männern gegenüber. Am Ende waren viele von ihnen tot – getroffen von Pfeilen, Lanzen, Schwertern und Keulen.

Unterricht ins Museum verlegt

22 Schüler der Verbundenen Regionalen Schule und Gymnasium „David Franck“ verlegten nun einen Vormittag lang ihren Geschichtsunterricht vom Klassenzimmer ins Archäologische Freilichtmuseum in Groß Raden. Bei einem Projekttag begaben sie sich auf eine Zeitreise und entdeckten die Funde aus dem Tollensetal und andere spektakuläre Funde aus MV in der interaktiven Sonderausstellung „Blutiges Gold - Macht und Gewalt in der Bronzezeit“.

„Wir haben uns im Unterricht mit der Bronzezeit beschäftigt. Es ist wichtig, dass die Schüler aber auch begreifen, was sie theoretisch lernen. Solche Stunden im Museum bleiben in Erinnerung“, erzählte Geschichtslehrer Thomas Prütz. Museumsleiterin Heike Pilz freute sich über das rege Interesse: „Es gibt sogar Schulen aus Neubrandenburg und Greifswald, die eine lange Busfahrt auf sich nehmen und einen Ausflug ins Museum machen.“

Die Sternberger Sechstklässler zeigten sich beeindruckt. „Ich finde vor allem den Goldschmuck schön und würde den auch heute tragen“, sagt Mieken. Ihr Klassenkamerad Tim-Elias blieb vor einem Schaukasten mit Schädel-Überresten stehen. „Die Ausstellung ist sehr spielerisch. So kann man sich das besser merken, als wenn man nur in Schulbüchern liest“, sagte er.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Printausgabe und im E-Paper.

Hintergrund zur Ausstellung

Im Tollensetal bei Altentreptow wurde vor über 3200 Jahren eine große Schlacht ausgetragen. Seit Entdeckung dieser Fundstelle wird die Geschichte der Bronzezeit neu geschrieben. Bis zum 10. September 2018 zeigt die Sonderausstellung „Blutiges Gold“ Licht- und Schattenseiten einer lange vergangenen Zeit, die durchaus Bezüge zur Gegenwart aufweist.

Geöffnet ist die Ausstellung von November bis März Dienstag bis Sonntag, 10 bis 16.30 Uhr sowie von April bis Oktober Montag bis Sonntag, 10 bis 17.30 Uhr. Heiligabend ist geschlossen.

Für Schulklassen gibt es spezielle museumspädagogische Angebote. Eine Anmeldung für einen Ausstellungsbesuch mit Führung ist telefonisch unter der Nummer 03847/ 2252 oder per E-Mail an museum.gross.raden@kulturerbe-mv.de möglich.

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