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Sternberg : Einbrecher stehlen in Firma alle tragbaren Arbeitsgeräte

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Das Fenster- und Türenwerk Sternberg erweitert nach ungebetenem Besuch die Sicherheitsvorkehrungen mit Kameras und Bewegungsmeldern.

svz.de von
erstellt am 09.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Großer Schreck gestern in aller Frühe: Gegen 4 Uhr holt das Telefon Olaf Renz, Geschäftsführer des Fenster- und Türenwerks Sternberg (FTS), unsanft aus dem Schlaf. Die Frühschicht beginnt zu dieser Zeit und hat das Malheur gleich bemerkt: Über Nacht wurde in der Werkhalle eingebrochen.

„Von dem, was sich tragen lässt, ist nichts mehr da“, fasst Produktionsleiterin Andrea Dobrowolski kopfschüttelnd zusammen. Rund 30 elektrische Arbeitsgeräte seien Beute der Langfinger geworden, von so genannten Oberfräsen über Schleifgeräte mit Staubabsaugung sowie Handkreissägen bis zu Akkuschraubern. Er müsse sich erst einen genauen Überblick verschaffen, sagt der Geschäftsführer. Doch bis zu 20 000 Euro kann der Schaden erreichen, so die grobe Schätzung. Allein eine Fräse mit den dazu gehörigen Werkzeugen schlage mit 600 bis 800 Euro zu Buche. Und alle vier ließen die Einbrecher mitgehen. „Wir brauchen hier hochwertige Geräte, die mit denen für den privaten Gebrauch aus dem Baumarkt nicht vergleichbar sind“, so Renz. Deshalb steht für ihn und die Produktionsleiterin fest, dass hier kein Heimwerker den Maschinenpark aufbessern wollte, sondern das Diebesgut zu Geld gemacht werden soll. „Privat braucht so was normalerweise keiner“, meint Renz.

Das Unternehmen in der Brüeler Chaussee unternahm schon einiges zum Schutz vor Einbrechern. Die Türen und Fenster des Bürotrakts haben Sicherheitsbeschläge bzw. -glas und sind von außen vergittert. „Kunden haben sich schon darüber amüsiert und gesagt ,Ihr sitzt ja hinter Gittern’“, erzählt Andrea Dobrowolski schmunzelnd. Anderthalb Jahrzehnte hat das gewirkt: Seit Ende der 1990er-Jahre, als Einbrecher die Firma mehrmals heimgesucht hatten, ist nichts passiert.

Jetzt verschafften sich die Täter durch eine im Rolltor eingelassene massive Aluminiumtür, die sie mit brachialer Gewalt aufhebelten, Zutritt zur Werkhalle. Der Versuch, von dort in die Büroräume vorzudringen, misslang allerdings. Die vorsorglich eingebaute Stahltür, an der Spuren von Einbrechern unübersehbar sind, widerstand ebenso wie ein großes Fenster. Das Sicherheitsglas ist zwar gerissen, gab den Weg aber nicht frei. Sonst wären die Computer wohl auch weg, mutmaßt Olaf Renz. Für die entwendeten Arbeitsgeräte habe die Schweriner Firma Klokow
ganz schnell Ersatz geliefert, damit die Produktion am Vormittag weitergehen konnte.


Polizei sucht mögliche Tatzeugen


Jetzt werde bei den Sicherheitsvorkehrungen unverzüglich weiter aufgerüstet, kündigt der Geschäftsführer an, außen mit Überwachungskameras und im Gebäude mit Bewegungsmeldern, die akustisch Alarm geben und einen Einbruch gleichzeitig übers
Internet melden. Sebastian Kriegisch, der im Betrieb eine duale Ausbildung zum Tischler und technischen Betriebswirt absolvierte und nun in der Arbeitsvorbereitung tätig ist, habe sich darum gekümmert.

Die Polizei in Sternberg ermittelt nun wegen Diebstahls im besonders schweren Fall und sucht noch mögliche Tatzeugen (03847 / 43270).


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