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Bald Gründung als eigenständiger Verein ? : Ein wachsames Auge auf die Tiere

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Sternberger Tierschutzgruppe kümmert sich um artgerechte Haltung

Leicht zu finden ist Reiner Hofmann nicht unbedingt: Der Vorsitzende der Sternberger Tierschutzgruppe hat sich für seinen Lebensabend an der Mustiner Landstraße unter der Adresse „Rothen Mühle 1“ niedergelassen.

Wer sein holzumkleidetes Haus aufgespürt hat und dort willkommen geheißen wird, bekommt in Sachen Tierschutz alle Hilfe, die vorstellbar ist. „Wir steigen bei allen Fällen ein, wo Tiere nicht artgerecht gehalten werden.“ Wenn Gespräche mit den Haltern nicht helfen, schalten die Tierschützer auch schon einmal Ordnungs- oder Veterinäramt ein. „Wir nehmen aber keine Tiere auf“, stellt Hofmann unmissverständlich klar. Auch, als eine Anruferin zwei Katzen erbittet, um der Mäuseplage auf ihrem Grundstück Herr zu werden, verweist Hofmann sie an ein Tierheim. Zum Beispiel an das Katzenhaus des Tierschutzvereins Güstrow. Zugleich ermahnt er dazu, Junge von Wildtieren wie Igel oder Waschbären in Ruhe zu lassen, sie nicht anzufassen und auf keinen Fall mit nach Hause zu nehmen. Hündin „Cira“ tummelt sich freilaufend auf dem Grundstück an der Mildenitz. Fast vier Jahre alt ist diese Hovawart-Züchtung. Doch Hofmann wäre kein Tierschützer; wenn sein Herz und sein Haus nicht offen wären für weitere Schutzbefohlene, wie sie der Lebensalltag immer wieder abliefert. „Luca“ heißt der Collie-/ Hovawart-Mischling, der es ihm jüngst beim ersten Anblick angetan hatte. Aus ungeklärten Verhältnissen heraus war der inzwischen etwa siebenjährige Rüde im Holthusener Tierheim „Kleine Oase“ bei Schwerin gelandet, vollkommen abgemagert. „Ich musste ihn erst aufpäppeln.“ Mittlerweile ist zwischen Hofmann und seinen zwei Hunden große beiderseitige Anhänglichkeit gewachsen. Die täglichen Ausläufe dauern mehrere Stunden. Dabei machen „Cira“ und „Luca“ harmonisch mit, zeitweise auch schon mal frei von jeglicher Leinenführung. „Beide Hunde hören gut auf mich.“ Einzig bei ihrer Fütterung gebe es Konkurrenz und Neid. „Da muss ich sie voneinander trennen.“ Reiner Hofmann ist erst Ende 2010 an die Mustiner Landstraße gezogen. Im Nachbarhaus gab es zeitweise bis zu acht Katzen. Dadurch wurde der Rentner auf die Sternberger Tierschutzgruppe aufmerksam, die von Antje Cieslak gegründet worden war. Aus gesundheitlichen Gründen hat sie ihr Engagement inzwischen reduziert, ist aber weiterhin für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Die Tierschutzgruppe trifft sich an jedem ersten Montag im Maonat um 16 Uhr im Sternberger Bahnhof. Sie gehört dem Tierschutzverein Güstrow an, zählt rund 30 Mitglieder und betreut allein in ihrem Bereich 50 Katzen an 15 Futterstellen. Dabei erfährt die Tierschutzgroppe großzügige Unterstützung vom Sternberger Ordnungsamt. Inzwischen wird über die Gründung eines eigenständigen Vereins nachgedacht.
Kontakt: 038485 / 50060 oder 0151 / 17841017

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