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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

11. Dezember 2017 | 01:33 Uhr

Golchen : Ein Tomatenbaum aus Peru…

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

… wächst und gedeiht im Garten von Helga Helwing in Golchen / Die Kerne brachte ihre Tochter vom Urlaub aus Südamerika mit.

von
erstellt am 07.Sep.2014 | 12:51 Uhr

Bei Peru denkt man ans Inka-Reich sowie an Kaffee; Katja Ebstein sang 1974 „Ein Indio-Junge aus Peru“ – ansonsten aber ist das Land im westlichen Südamerika hierzulande ziemlich unbekannt.

Helga Helwing aus Golchen hat jedoch ein Stück Original-Peru in ihrem Garten stehen: einen Tomatenbaum. Auf Spanisch heißt er Tomato di abolo. „Meine Tochter Silke lebt seit einigen Jahren in Österreich. 2012 ist sie nach Peru in den Urlaub gepflogen“, erzählt ihre 74-jährige Mutter. Da bekam Silke den Auftrag „Samen von Tomaten und Paprika mitzubringen. Peru ist ja dessen Ursprungsland.“ Und so wachsen und gedeihen bei Helga Helwing jetzt selbst gezogene Peru-Tomaten. „Fassen Sie mal an, wie schwer die sind!“ Tatsächlich. Aufgeschnitten sind sie zudem einen ganz Teil dunkler als die hiesigen Tomaten.

Nur mit den ebenfalls mitgebrachten Kernen vom Tomatenbaum wollte es erst nicht so recht klappen. „Im Vorjahr ist gar nichts aufgegangen. ,Versucht’s halt 2014 noch einmal‘, sagte ich mir. Und siehe da: Von den acht Kernen ist einer aufgegangen“, erklärt die ihren Garten (fast) über alles liebende Rentnerin voller Stolz. Ja, inzwischen ist ihr Tamarillo auf gut zwei Meter empor gewachsen. Nicht dass in die Terrassen-Überdachung noch ein größeres Loch geschnitten werden muss? Denn je nach Standort kann der Tomatenbaum doppelt so hoch werden wie das Helwingsche Exemplar jetzt ist. Die Größe lässt sich aber durch Schnittmaßnahmen regulieren. Hellauf begeistert ist Helga Helwing bei ihrem exotischen Prachtstücks auch von den Blättern, die gut 30 Zentimeter lang und 12 Zentimeter breit werden können. „Sie sind weich wie Samt und ganz leicht.“ Dann deutet die Rentnerin auf kleine Triebe in den Achseln des Tomatenbaumes. „Ist das nicht ein Wunder?!“ Die Golchnerin hofft, dass sich im kommenden Jahr die Früchte entwickeln. Geschmacklich sollen sie an Maracuja erinnern (siehe Stichwort).

Übrigens: Der Tamarillo ist zwar ein Nachtschattengewächs, aber nicht direkt mit den Tomatenpflanzen verwandt. Egal. Die Tomatenbaum-Früche schmecken „saftig, fruchtig, süß“, hatte Tochter Silke extra neben das Beispielfoto geschrieben. „Mein Garten ist mein Stück Glück, ist mein Paradies!“ Man glaubt es der Helga Helwing aufs Wort!


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