Witzin : Ein Leben für und mit dem Sport

Vereinsvorsitzende Heike Schultze überreichte Baldur Beyer einen Präsentkorb und gratulierte im Namen des Inlineskating Vereins zum 80. Geburtstag.
Vereinsvorsitzende Heike Schultze überreichte Baldur Beyer einen Präsentkorb und gratulierte im Namen des Inlineskating Vereins zum 80. Geburtstag.

Anlässlich seines 80. Geburtstages organisierte Baldur Beyer ein Skater-Hockey-Turnier mit Aktiven und Ehemaligen. Viele Gratulanten waren der Einladung gefolgt.

svz.de von
30. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Eine sportliche Feier wünschte sich Baldur Beyer. Anlässlich seines 80. Geburtstages am zweiten Weihnachtstag hatte der Witziner Aktive und Ehemalige am vergangenen Donnerstag zu einem Skater-Hockey-Turnier in die Skaterhalle in Witzin eingeladen. „Das soll eigentlich mein Abschlussturnier sein, aber ans Aufhören denke ich noch nicht. Denn ich bin niemand, der sich jetzt mit 80 hinsetzt und nachmittags Fernsehen guckt“, sagte der Organisator im SVZ-Gespräch. Das Turnier sollte vielmehr aktive und passive Sportler an einem Tag zusammenführen, um gemeinsam Sport zu treiben.


Zum Eissportfest kam anfangs niemand


Denn Sport spielt im Leben von Baldur Beyer eine ganz entscheidende Rolle. Nicht nur, dass er ein Teil seines Lebens ist, sondern er hat ihm in der Gemeinde Witzin zu neuem Schwung verholfen, „mit viel Mut und Eigeninitiative“, so Beyer. Die Anfänge seien schwer gewesen, erinnerte sich der pensionierte Sportlehrer und Schuldirektor einer Berufsschule für Datenverarbeitung in Rostock. „Als ich nach der Wende nach Witzin gezogen bin, war die sportliche Bereitschaft hier gleich null. Es gab auch keine Sporthalle“, sagte er und ergänzte: „Ich habe Eissportfeste auf dem Mühlensee organisiert und es ist niemand gekommen.“ 2005 wurde mit Unterstützung der Gemeinde und des Landessportbundes eine Skater-Sporthalle am Gartensteig errichtet. „Viele damit zusammenhängende Arbeiten wurden durch die Mitglieder des Vereins selbst erledigt“, erzählte Beyer.

Der Verein, der 2000 aus dem damaligen Sportverein der Gemeinde hervorging, widmet sich insbesondere dem Skating. Es entstanden eine Nachwuchsläufergruppe, die vor allem für Neueinsteiger geeignet ist, eine Speedskating- und eine Streethockeygruppe. Seit 2006 gibt es Wettkämpfe in der neuen Disziplin Skaterbiathlon. Zudem stehen die Leichtathletik (z.B. Hammerwurf), Wintersport (z.B. Skilanglauf) und Krafttraining auf dem Programm.

Viele Gratulanten waren der Einladung gefolgt. So überreichte Heike Schultze, Vorsitzende des Witziner Inlineskating Vereins, Beyer vor Turnierbeginn einen Präsentkorb. „Du hast dir das Turnier gewünscht und das wollen wir dir erfüllen“, sagte sie. Der Spaß stand bei dem Turnier im Vordergrund.

Neben dem Hockeyspiel wurde am Spielfeldrand auch über alte Zeiten gesprochen. „Manche haben in Witzin vor 20 oder gar 30 Jahren das Skaten beziehungsweise das Schlittschuhlaufen erlernt und sind heute in ganz Deutschland unterwegs“, berichtete der Jubilar. Jan Schulz wurde als Zehnjähriger von Beyer trainiert. Beim Turnier spielte der heutige Hamburger mit ihm in einer Mannschaft. „Wie in alten Zeiten. Wenn er nicht gewesen wäre, dann wäre in Witzin sportlich nicht viel passiert“, sagte der 31-Jährige.


Weiteste Anreise hatte ein Schweizer


Auch Bürgermeister Hans Hüller war auf Einladung zum Turnier gekommen. „Die Jungs haben Spaß. Ich hoffe, dass Baldur der Gemeinde noch lange erhalten bleibt, da er ein Teil von Witzin ist und sich hier viel engagiert“, so Hüller.

Den längsten Anreiseweg hatte aber Thomas Welti aus Bremgarten, eine Kleinstadt in der Schweiz. „Meine Frau kommt gebürtig aus Witzin und wir sind zwischen den Feiertagen zu Besuch bei meinen Schwiegereltern. Von dem Turnier habe ich zufällig erfahren und dann Baldur Beyer kontaktiert“, erzählte er. 2015 startete er beim Witziner Silvesterlauf und „dieses Jahr spiele ich beim Hockeyturnier mit.“ Angefeuert wurde er von Ehefrau Marion und der zweijährigen Tochter Finja Celina.

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