Brüel : Ein Haus nicht nur zum Wohnen

Auf dieser Fläche in der Feldstraße soll gebaut werden.
1 von 2
Auf dieser Fläche in der Feldstraße soll gebaut werden.

In der Brüeler Feldstraße soll ein Wohn- und Gesundheitszentrum entstehen. Der Investor hofft, im späten März beginnen zu können.

von
03. Februar 2018, 16:00 Uhr

Die Ankündigung von Bürgermeister Jürgen Goldberg auf dem Neujahrsempfang, dass in ein seit zwei Jahren in der Feldstraße in Brüel vorbereitetes Bauvorhaben Bewegung komme, war wohl die Nachricht des Abends. „Alles wartet darauf“, bestätigte denn auch Doris Knuth, Leiterin Vertrieb der BIG Brüeler Immobilien & Grundbesitz GbR. Fast jede Woche habe der Bürgermeister bei ihr nach dem Stand gefragt, sagt sie im SVZ-Gespräch.

Ausschnitt der geplanten Anlage, bestehend aus drei Häusern.  Zeichnung: Architekturbüro Andreas Rossmann
Zeichnung: Architekturbüro Andreas Rossmann
Ansicht der geplanten Anlage, bestehend aus drei Häusern. Zeichnung: Architekturbüro Andreas Rossmann
 

Wie SVZ berichtete, soll in der Feldstraße ein Wohn- und Gesundheitszentrum entstehen. „Mit der Vorplanung kann die Baubehörde mitgehen“, sagt Knuth. Man sei ständig in Kontakt. Vielleicht müssten noch Kleinigkeiten geändert werden. Man habe gute Erfahrung in der Zusammenarbeit mit dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, die mit der Baubehörde sei super.

„Der Grundstückskauf ist angeleiert, mit den Versorgungsunternehmen haben wir gesprochen. Jetzt wollen wir den Bauantrag einreichen und hoffen, im späten März loslegen zu können“, wünscht sie sich.

Anders als ursprünglich vorgesehen, tritt die Mecklenburger Tiefbaugesellschaft mbH (MTG) als Investor auf. „Wir haben ein ganzes Jahr verloren“, ärgert sich Siegfried Stoll, MTG-Geschäftsführer. Vermeintliche Investoren seien wieder abgesprungen. Es sei schon viel Geld und Zeit in die Planung gesteckt worden, sagt Knuth. „Deshalb hat Herr Stoll gesagt, dass wir jetzt nicht mehr auf Investoren warten, sondern es selbst machen“, erklärt sie.

Errichtet werden sollen drei Häuser – eine Wohnanlage mit 16 seniorenfreundlichen Wohnungen, drei Gewerbeeinheiten sowie einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft.

Mehr als erfüllt haben sich die Bemühungen, einen Arzt oder eine Physiotherapie in die Wohnanlage integrieren zu können. „Es hat sehr positive Gespräche mit dem Medizinischen Versorgungszentrum gegeben“, erklärt Knuth. Als Pflegedienst hat sich der Investor Swetlana Grigo mit ihrer Tagespflege ins Boot geholt und auch die Physiotherapie Janett Schwertner zieht mit ein. Da sei es naheliegend gewesen, dem Vorhaben den neuen Namen zu geben: Wohn- und Gesundheitszentrum Brüel.

So ein Zentrum ist ein schönes Aushängeschild, zeigen sich beide überzeugt. Es gebe schon Anfragen für so ein Bauvorhaben aus anderen Gemeinden. Wer lange gezögert hat, für den gibt es auch in Brüel kaum noch die Möglichkeit, eine Wohnung in der Anlage zu bekommen. Bewerben können sich Interessierte aber noch für die Ambulant betreute Wohngemeinschaft, die als separates Gebäude errichtet wird. „Ich bin durch Zufall im Internet darauf gestoßen“, sagt Knuth. Ihr habe das Konzept gefallen und das war ausschlaggebend für ein eigenes Gebäude für 12 Wohnungen. Neben den separaten Zimmern und Sanitärbereichen werden weitere Räume wie beispielsweise die große Küche, Essbereich oder ein Pflegebad, Balkon und Terrasse gemeinschaftlich genutzt.

Die ersten Vorverträge mit künftigen Mietern sind unterschrieben. Begonnen wird mit der Errichtung der Häuser 2 und 3, mindestens eineinhalb Jahre – abhängig von der Witterung – werden als Bauzeit veranschlagt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen