Warin : Ein Hauch von Welt

„Nach dem 1. Weltkrieg ging es mit Warin sehr bergab“, so Ortschronist Christoph von Fircks.
„Nach dem 1. Weltkrieg ging es mit Warin sehr bergab“, so Ortschronist Christoph von Fircks.

Taufstein in der Wariner Kirche war 1869 auf Pariser Ausstellung zu sehen

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11. März 2019, 06:51 Uhr

Wo der Wariner Ortschronist Christoph von Fircks auftritt, ist mit reichlich Publikum zu rechnen. So war es auch im Rahmen der öffentlichen Veranstaltungsreihe in der Wariner Stadthalle. Es waren bereits mehr Stuhlreihen als sonst aufgebaut worden, doch die sollten bei weitem nicht reichen. Immer wieder musste Nachschub an Sitzgelegenheiten aus dem Nebenraum herangeschafft werden. Am Ende waren es über 50 Besucher beim Vortrag „Geschichten zur Wariner Geschichte“.

Christoph von Fircks findet „Fakten relativ langweilig. Für mich lebt es immer, wenn es etwas drum herum gibt!“. Zugleich kokettierte der Ortschronist mit dem Fakt, dass seine Familie erst 1949 nach Warin gekommen ist: „Wariner wird man nur, wenn es mindestens drei Vorfahren-Generationen waren.“ Und dennoch kennt sich von Fircks wie kaum ein anderer in der Geschichte der Stadt zwischen Großem Wariner See und Glammsee aus. Begründet auf akribischer Spurensuche auch in der im Stadtarchiv fast lückenlos befindlichen „Wariner Zeitung“ von 1899 - 1932. Zehn Jahre später wurde das Blatt aus Papiermangel eingestellt. In der Zeitreise durften das Krankenhaus, Amtsgericht oder der Kirchenneubau nicht fehlen. Letzterer wurde 1878 durch Schwerins Großherzog Friedrich Franz II. nebst Gattin eingeweiht. Als Geschenk brachten sie einen Taufstein mit, „der zuvor auf der Pariser Weltausstellung 1869 zu sehen war. Also haben wir hier in Warin auch einen Hauch von Welt“, so von Fircks.

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