Sternberg : Ein Bürgermeister zum Anfassen

Seit Mai diesen Jahres Hausherr im Sternberger Rathaus: Armin Taubenheim.
Seit Mai diesen Jahres Hausherr im Sternberger Rathaus: Armin Taubenheim.

Das Sternberger Stadtoberhaupt Armin Taubenheim antwortet auf Fragen der SVZ zum vergangenen Jahr und zu 2017

von
28. Dezember 2016, 06:00 Uhr

Der Jahreswechsel ist immer der Zeitpunkt für eine Rückschau und einen Ausblick – diesmal auf 2017. Redakteur Rüdiger Rump stellte seine Fragen dem Sternberger Bürgermeister Armin Taubenheim.

Acht Monate Bürgermeister – wie sind die Ihnen bekommen?
Gut. Die Zeit war sehr arbeitsintensiv mit vielen Terminen und herausfordernden Aufgaben. Grundsätzlich muss ich aber feststellen, dass es keine unerwarteten Dinge gab. Dies liegt sicher auch in der guten Übergabe durch Jochen Quandt an mich begründet. Ich nehme meine Aufgaben sehr gerne wahr und habe meine Entscheidung bisher keine Minute bereut.
Was war Ihnen beim Amtsantritt am wichtigsten und konnten Sie das verwirklichen?
Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden, der Verwaltung und den Stadtvertretern lag mir von Beginn an besonders am Herzen. Auch die sehr oft angesprochene Bürgernähe, ein Bürgermeister zum Anfassen, den man auch ohne Bedenken auf der Straße ansprechen kann, ist mir wichtig. Diese Ziele verfolge ich auch weiter, und nach meiner Auffassung ist es mir bisher auch ganz gut gelungen.
In leitender Position bei der Bundeswehr waren Sie es
gewohnt, dass Befehle auszuführen sind. Im zivilen
Leben funktioniert das nicht. Haben Sie aus Ihrer Sicht die Umstellung hinbekommen?
Da im Stab des Landeskommandos MV in Schwerin die Arbeit ähnlich läuft wie im Rathaus, ist mir die Umstellung nicht schwer gefallen. Die
Arbeit ist in vielen Dingen vergleichbar und ähnlich strukturiert. Aber Sie haben mit Ihrer Aussage auch Recht und ich wünschte mir in der einen oder anderen Situation schon, dass man auch in der Verwaltung mit Befehlen arbeiten könnte, um den einen oder anderen Prozess zu beschleunigen und so manche Barriere zu überwinden.

Meine Vorstellungen und Ziele setze ich aber nicht mit Befehlen um, sondern versuche durch Vorbildwirkung und Überzeugung das notwendige Verständnis zu erzeugen, um so die Mitarbeiter der Verwaltung mitzunehmen, was ich auch schon bei der Bundeswehr getan habe.
Das ehemalige Seehotel scheint auch dank Ihrem Eintreten sowie neuer Besitzer wieder eine Zukunft zu haben. Aber was wird aus den leeren Hallen im Rachower Moor?
Dass es gelungen ist, das Hotel nun voraussichtlich im Mai nächsten Jahres unter neuem Namen wieder zu eröffnen, freut mich ganz besonders. Sternberg als staatlich anerkannter Erholungsort ohne Hotel ist nur sehr schwer vermittelbar und vorstellbar, zudem die Lage des Hotels exponiert ist. Aber auch wir Sternberger haben es mit in der Hand, ob es gelingen wird, das Hotel auf wirtschaftlich stabiles Terrain zu bringen, indem wir uns dem Restaurant und den künftigen Veranstaltungen des Hauses öffnen und die Angebote annehmen. Ich wünsche den neuen Besitzern alles Gute und immer ein gut besuchtes Haus.
Zu den leeren Hallen im Rachower Moor kann ich nur sagen, dass es die nicht gibt. Die ehemalige Sternberger Bäckerei ist seit Monaten an die Firma Birnbaum verkauft.

Das ganze Interview lesen Sie in der Tageszeitung und auf ePaper.

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