Brüel : Ehemaliger Pastor hatte ein Heimspiel

Das Trio mit Eckart Praetorius, Wieland Beer und Jens-Peter Drewes (v.l.) präsentierten „Kostbarkeiten der Barockmusik“.
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Das Trio mit Eckart Praetorius, Wieland Beer und Jens-Peter Drewes (v.l.) präsentierten „Kostbarkeiten der Barockmusik“.

Schweriner Trio mit Jens-Peter Drewes bot Kostbarkeiten der Barockmusik in der Kirche.

svz.de von
13. Juni 2016, 21:51 Uhr

Eine besinnliche Stunde der Musik gab es am Sonnabendnachmittag in der Brüeler Kirche. Jens – Peter Drewes, 16 Jahre lang wirkte er als Pastor in der Stadt, war es ein Anliegen, auch an seiner ehemaligen Wirkungsstätte gemeinsam mit seinen Musikfreunden zu musizieren. Seit 2009 ist Schwerin sein neuer Wirkungsbereich.

Hier wurde er für Wieland Beer und Eckart Praetorius, die einen musikalischen Begleiter für Singstimme und Streichinstrument suchten, der der Dritte im Bunde. Alle drei musizieren leidenschaftlich gern. Einer von ihnen, Wieland Beer, hat diese Leidenschaft zum Beruf gemacht. Seit 1998 ist der Tenor im festen Engagement am Schweriner Staatstheater.

Dass auch seine Mitstreiter eine fundierte musikalische Ausbildung haben, ließen sie das Publikum bei ihrem Konzert eindrucksvoll erleben. „Kostbarkeiten der Barockmusik“ hatten sie ihr Programm überschrieben.

Arien aus dem reichen Kantatenschatz von Johann Sebastian Bach bestimmten den Hauptteil des Programms. Auch bekannte Kirchenlieder in neuem musikalischen Gewand, wie „Befiehl du deine Wege“ in einer Vertonung von Nikolaus Hasse, hatte Wieland Beer für seine gesanglichen

Einen einzigen Abstecher vom Pfad der jahrhundertealten Musik gab es. Mit „Ich bin ein Gast auf Erden“ bot er klanglichen Kontrast zu den „Kostbarkeiten der Barockmusik“. Ausdrucksstark interpretierte er dieses zeitgenössische Werk von Ernst Pepping, begleitet von Jens- Peter Drewes am E-Piano.
Für ihr Duett der Instrumente hatten Jens-Peter Drewes und Eckart Praetorius eine Händelsonate gewählt, das war wunderschöner Cembalo-Klang und Viola im Zusammenspiel. Dass Viola, gekonnt gespielt, auch ohne Begleitung ein Hörgenuss ist, bewies Eckart Praetoruis mit seinem Solostück. Eine Cello-Suite von Bach hatte der dafür ausgewählt und beeindruckte mit einfühlsamem Spiel. Und zum Konzertabschluss gab es noch einmal Bach im Trio.


Nach Auftritt Gespräche mit alten Bekannten


Auf Jens-Peter Drewes warteten nach dem Konzert angeregte Gespräche mit alten Bekannten. Die Verbindung zu seiner alten Wirkungsstätte hat er aufrecht erhalten. „Ich bin öfter in Brüel“, sagte er. „Dann schaue ich auch immer in die Kirche und freue mich, wenn etwas geschehen ist, wenn sie wieder etwas schöner geworden ist.“

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