Sternberg : Egon hatte wieder einen Plan

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Olsenbande hilft bei Rathauserstürmung / Bürgermeister übergibt Schlüssel.

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12. November 2017, 20:30 Uhr

Bürgermeister Armin Taubenheim gab sich sehr sicher auf dem Balkon seines „Herrschaftssitzes“, dass die Rathauserstürmung durch den Sternberger Carnevals Club diesmal auffällt: „Die Zeit ist verstrichen, 11.11 Uhr ist rum. Damit hat sich die Geschäftsgrundlage erledigt. In der Verwaltung ist auch keiner mehr, ich schließe gleich das Rathaus richtig zu“, so das Stadtoberhaupt an die Adresse der SCC-Präsidentin Andrea Thiele. Da zeigte die Kirchturmuhr der nahen Stadtkirche 17.34 Uhr. „Wenn Sie sich da mal nicht täuschen“, konterte die „Präsi“.

Hatte sie doch für den neuesten Clou zur Rathauseinnahme noch ein Ass im Ärmel. Doch Genaueres wurde dem hoch auf den Balkon blickenden närrischen Volk rund um die aufgebaute Marktplatzbühne vorerst nicht verraten.

„Wir haben uns Hilfe aus dem Ausland geholt“, so Thiele später. Welche, das wurde schnell klar, als die Kultmelodie der Olsenbande erklang. In der Tat: Egon Olsen persönlich, alias Jan Markowski, öffnete die Rathaustür. Filmreife Handreichungen von Kjeld (Eckardt Meyer) und Benny (Olaf Steinberg) natürlich inclusive. Wie stets auch diesmal: „Mächtig gewaltig, Egon“. Der Bandenchef höchstpersönlich stand denn auch flugs auf dem Rathausbalkon und verlangte nach dem Schlüssel. Bei dessen Anblick gab Bürgermeister Taubenheim dann lieber freiwillig wie zügig den Schlüssel an die Karnevals-„Präsi“ weiter.

Am Ende lief alles wie gewohnt: Egon Olsen wurde – mal wieder – verhaftet. Er hatte letztlich auch in Sternberg kein Glück. Und Andrea Thiele „regiert“ bis Aschermittwoch.

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