Sternberg : Edeka zieht in modernes Gebäude

Letzte Arbeiten an dem neuen Edeka-Gebäude, das mit Nachbar Aldi und Penny auf der anderen Straßenseite das neue Sternberger Einkaufszentrum an der Goethestraße bildet.
Letzte Arbeiten an dem neuen Edeka-Gebäude, das mit Nachbar Aldi und Penny auf der anderen Straßenseite das neue Sternberger Einkaufszentrum an der Goethestraße bildet.

Nach Bauverzögerung eröffnet der Sternberger Familienbetrieb am 18. Januar. Heute letzter Verkaufstag in der ehemaligen DDR-Kaufhalle

svz.de von
05. Januar 2018, 05:00 Uhr

Welcher gelernte DDR-Bewohner kennt sie nicht, die Standard-Kaufhalle des Ostens? Mit dem Auszug Edekas verliert die Kaufhalle im Sternberger Finkenkamp sicher als eine der letzten in der Region 28 Jahre nach der Wende ihre Funktion als Lebensmittelmarkt. Heute ist dort der letzte Verkaufstag, der Sternberger Edeka, ein Familienbetrieb, den Karsten Bohnhorst zusammen mit seiner Frau Angelika und mittlerweile auch Tochter Ann-Theres betreibt, zieht um. Am 18. Januar eröffnet die Filiale dann im neuen Gebäude auf dem Gelände des Einkaufszentrums an der Goethestraße. Dort hat bereits am 4. Dezember Nachbar Aldi neu eröffnet.

Ursprünglich wollten der Discounter Aldi und der Vollsortimenter Edeka gemeinsam ihre neuen Pforten für die Kunden öffnen. Doch der Bau verzögerte sich um mehrere Monate durch den unerwartet morastigen Untergrund (SVZ berichtete). Davon war das Gelände des Edeka-Gebäudes noch stärker betroffen als Aldi. „Wir haben den Baugrund dann doch nicht so vorgefunden, wie wir ihn nach den Beprobungen vor drei Jahren erwartet haben“, hatte Bauleiter Michael Hüge von der IGB Construct GmbH & Co. KG. aus Wismar im Zusammenhang mit der Aldi-Eröffnung erklärt. Der Betrieb für Industrie- und
Gewerbebau ist Generalauftragnehmer für das gesamte Bauvorhaben. Gerade auf dem Edeka-Gelände musste die Pfahlgründung für das Fundament bis zu 20 Meter in die Erde gearbeitet werden, die Torfschichten im Untergrund sind zum Teil bis zu acht Meter tief. Hinzu kam Ende Juli ein extremer Regen, bei dem das Technische Hilfswerk zu Hilfe gerufen werden musste, weil das städtische Entwässerungssystem den Niederschlagsmengen nicht gewachsen war, so dass das Wasser auch in Fundamentgräben des Bauprojektes lief.

„Mir hat die spätere Eröffnung kein Kopfzerbrechen bereitet“, erklärt Karsten Bohnhorst im Gespräch mit dieser Zeitung. „Wir haben ja im alten Markt bis jetzt weiter verkauft und eben da das Weihnachtsgeschäft mitgenommen.“ Nun vergrößert sich die Verkaufsfläche von bisher 1000 auf 1600 Quadratmeter. „Wir heizen unseren Markt schon lange mit der Abwärme der Kühlregale“, sagt der Filialinhaber schulterzuckend in Hinblick auf das neue Ladenkonzept beim Nachbarn. „Wir haben überall eine umweltfreundliche CO2-Kühlung und vor sämtlichen Kühlregalen Türen.“ Wirklich neu werde im Gebäude an der Goethestraße eine Salatbar sein. Weiterhin werde es die Frischetheken für Fleisch, Wurst und Käse sowie die Backstation geben. „Schön ist, dass wir nun unseren Kunden einen modernen, zeitgemäßen Markt bieten können mit mehr Platz für ein breiteres, vielfältigeres Angebot“, meint Karsten Bohnhorst. Er hat 2001 als Inhaber der Edeka-Filiale in Sternberg mit 17 Mitarbeitern begonnen. Mittlerweile sind es 37 und damit ist Edeka einer der größten Arbeitgeber in der Stadt. Bohnhorst ist der Stadt, vor allem den beiden in der Planungs- und Bauphase amtierenden Bürgermeistern Jochen Quandt und Armin Taubenheim sowie fraktionsübergreifend allen Stadtvertretern sehr dankbar, dass sie das Neubau-Projekt so positiv begleitet haben.

Der Sternberger Edeka-Chef persönlich hat in seinem Arbeitsalltag nicht so viel von dem Umzug, sein Büro wird sogar kleiner: „Aber ich bin zufrieden, wenn die Kunden und die Kollegen zufrieden sind“, lacht er.

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