Kleekamp : Durchschnittliche Ernte erwartet

Dieter Gebhardt (r.) zeigt den Landwirten den desolaten Zustand seines Rapsfeldes. Im gesamten Kreis sieht es ähnlich aus.  Fotos: pett
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Dieter Gebhardt (r.) zeigt den Landwirten den desolaten Zustand seines Rapsfeldes. Im gesamten Kreis sieht es ähnlich aus. Fotos: pett

Letzte Feldbegehung des Kreisbauernverbandes ergibt starke Unterschiede bei den Feldfrüchten. Probleme gibt es vor allem beim Raps.

svz.de von
25. Juni 2016, 12:04 Uhr

Es ist die letzte Feldschau des Kreisbauernverbandes Nordwestmecklenburg in diesem Jahr. Dieter Gebhardt mit seinem Unternehmen Agrarprodukte Kleekamp ist der Gastgeber. „Die Situation beim Raps ist katastrophal“, empfängt der Landwirt die Kollegen aus der Umgebung. Der kurze aber strenge Kahlfrost im Januar habe einen Großteil der Pflanzen ausfrieren lassen. Hinzu kam, dass der Raps bereits im Herbst durch die vielen Niederschläge „nasse Füße“ hatte – Fäulnis war die Folge. „Und da wir das Saatgut nicht mehr mit Insektiziden beizen dürfen, tun Kohlfliege und Erdfloh ihr übriges“, beschließt Geb-hardt seine Analyse.

Insgesamt rund 800 Hektar bewirtschaftet der Betrieb, davon sind 250 Hektar Grünland für die eigene Milchviehhaltung. Das Gros teilt sich dieses Jahr auf in 100 Hektar Raps, 130 Hektar Roggen, 90 Hektar Gerste, 60 Hektar Weizen und 110 Hektar Mais. „Bei dem sieht es in diesem Jahr am besten aus. Endgültiges kann man aber erst in zwei, drei Wochen sagen. Wichtig wäre jetzt noch etwas Regen“, ist der Bauer vorsichtig optimistisch.

Bei den anderen Kornfrüchten Weizen, Roggen und Gerste erwartet Gebhardt bei sich eine durchschnittliche Ernte. „Besonders auf den leichten Böden haben die Pflanzen doch etwas unter der Trockenheit im April und Mai gelitten“, definiert der Kleekamper den Hauptgrund dafür.

„So wie hier sieht es im Wesentlichen im gesamten Landkreis aus“, so die Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes NWM, Petra Böttcher. Sie war ebenfalls bei der letzten Feldbegehung, wie auch bei allen fünf vorangegangenen, dabei, um sich einen abschließenden Eindruck von der diesjährigen Feldanbau-Saison zu verschaffen. Ihr Fazit: „Es wird wohl nur eine Durchschnittsernte. Wichtig ist, dass es jetzt keine Wetterkapriolen gibt.“

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