Polizei ermittelt : Dubios: Nahezu identischer Brandort

Wariner Feuerwehrleute beim Löschen eines brennendes Holzstapels in einem Wald bei Neukloster.
Wariner Feuerwehrleute beim Löschen eines brennendes Holzstapels in einem Wald bei Neukloster.

Die Feuerwehren aus Neukloster, Warin und Glasin mussten erneut Holzstapel-Feuer mitten im Wald löschen.

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02. Juni 2015, 21:30 Uhr

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen brannte ein Holzstapel in einem schwer zugänglichen Waldstück bei Neukloster. Montagabend um 18.30 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Warin ins Waldgebiet zwischen Nakenstorf und Klein Warin beordert. Was den Brandort angeht, so ist dieser fast identisch mit dem vom März.

Die Feuerwehr Neukloster hatte das Wariner Tanklöschfahrzeug (TLF) nachalarmiert. In der Zweiseenstadt gingen allerdings nicht die Sirenen, die Anforderung erfolgte als so genannter stiller Alarm mittels der digitalen Meldeempfänger. Es waren mehr Kameraden alarmiert wurden, dann fuhren aber nur sechs Mann mit dem TLF los. Insgesamt waren knapp 30 Feuerwehrleute aus Neukloster, Glasin und Warin im Einsatz.

Wie bereits am 24. März (SVZ berichtete) brannte im Wald – in einem unwegsamen Gelände und fern ab jeder Wasserversorgung (weit und breit gibt es hier keinen Bach, See oder Tümpel) – ein großer Stapel aus Holz. Nachdem die Feuerwehr Neukloster den so genannten Erstangriff übernommen hatte und deren 2500-Liter-Wassertank leer war, übernahmen die Wariner mit ihrem 4500 Liter fassenden Tanklöschfahrzeug die weitere Brandbekämpfung, sodass die FFw Neukloster in der Zwischenzeit wieder Wasser „tanken“ konnte.

Zwischenzeitlich wurde auch das Tanklöschfahrzeug der FFw Glasin alarmiert und eine Schlauchleitung von ca. 250 Metern Länge vom Weg Neukloster-Klein Warin, parallel zum einstigen Bahngleis, hinein zum Brandort gelegt. Diese wurde dann mittels der drei Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr mit Wasser gefüllt. Somit war eine bessere und durchgängige Löschwasserversorgung sichergestellt. Auch beim Brand im März war bereits die Pendelverkehr-Variante zum Einsatz gekommen. Seinerzeit wurde das Wasser vom Hydranten in Nakenstorf geholt, diesmal vom Hydranten an der Tankstelle ausgangs von Neukloster in Richtung Reinstorf.

„Nachdem ca. 7000 Liter Wasser verbraucht waren, wurde ein Teppich von Schaum auf den Holzstapel aufgebracht, um restliche Brand- und Glutnester zu ersticken“, berichtet Warins Löschmeister Torsten Ries. Laut seiner Aussage waren Polizei und Forst „auch kurz vor Ort“.

Gegen 20.15 Uhr hieß es dann, zum Abmarsch fertig. Die Nacharbeiten im Gerätehaus dauerten nochmal ca. 30 Minuten, so dass die Wariner Kameraden gegen 21 Uhr den Heimweg antreten konnten.


Ermittlungen wegen Brandstiftung


Zur möglichen Ursache meinte Ries: „Komisch. Mehr möchte ich dazu nicht sagen…“ Unterdessen hat die Wismarer Polizei Ermittlungen „wegen vorsätzlicher Brandstiftung“ aufgenommen, so Pressesprecher André Falke auf SVZ-Nachfrage. „Bei der Witterung ist Selbstentzündung nicht wahrscheinlich“, meinte er.

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