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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. Oktober 2017 | 01:03 Uhr

Warin : DRK: Kita ab Montag betriebsfertig

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Bei einer Informationsveranstaltung des neuen Trägers in Warin gab es Antwort auf wesentliche Fragen. Die Elternbeiträge bleiben im März unverändert.

von
erstellt am 26.Feb.2015 | 07:30 Uhr

Sie wolle endlich Klarheit, wie es mit der Betreuung der Kinder weiter geht, ab März und auch in Zukunft, sagte Bettina Beilfuß, als SVZ sie vor der Informationsveranstaltung des DRK-Kreisverbandes Nordwestmecklenburg am Dienstagabend im ehemaligen Wariner Kino
unvermittelt fragte. Das füllte sich wie einst bei einem guten Film, das Interesse war erwartet groß.

Ab März ersetzt eine Fertigbau-Kita auf dem Ziegelberg mit dem DRK als neuen Träger die bisherige Einrichtung der Volkssolidarität (VS) am Fritz-Reuter-Platz. Dort ist das Obergeschoss seit über einem Jahr gesperrt; eine umfassende Sanierung wäre nötig, der VS-Kreisverband Mecklenburg-Mitte mit Sitz in Güstrow konnte dafür aber kein tragfähiges Konzept vorlegen (wir berichteten).


Kraftakt auch über das Wochenende


Den Trägerwechsel findet Bettina Beilfuß richtig. Sie hat ihre Zwillinge (4) seit November 2013 in der Einrichtung. Ein Vierteljahr später wurde der gesundheitsschädigende Pilzbefall festgestellt. Dass der nicht früher auffiel, erscheint der jungen Mutter bis heute unverständlich. Ebenso, dass die Eltern danach kaum Informationen über den weiteren Werdegang erhalten hätten. „Ich hatte das Gefühl, dass sich der Träger nicht kümmert.“ Auch Stefanie Fischer, für die es „erstmal um einen Hortplatz“ gehe, demnächst aber auch um einen im Kindergarten, sowie Steffi Limbach, eine weitere Mutter, sind „sehr enttäuscht“ vom bisherigen Träger, wie sie es nennen. Es könne nur besser werden.

Ein Schreiben der Volkssolidarität zu Beginn dieser Woche an die Eltern hatte für neue Verunsicherung gesorgt. Darin heißt es: „Für den Fall dass das DRK KV NWM e.V. dem Betriebsübergang weiterhin nicht zustimmt...,werden wir Ihre Kinder weiterhin auch ab dem 01.03.2015 in der Fritz-Reuter-Platz 27 versorgen.“ Dass die VS aber „unannehmbare Forderungen“ an das DRK stellte und damit den vom
neuen Träger angestrebten Betriebsübergang blockierte, wie Bürgermeister Michael Ankermann schon im Dezember gegenüber SVZ durchblicken ließ, blieb in dem Schreiben unerwähnt.

Er wolle bei allen Schwierigkeiten, die es gegeben habe, „nicht negativ über den jetzigen Träger sprechen“, sagte Vorstandsvorsitzender Ekkehard Giewald vom DRK-Kreisverband in Nordwestmecklenburg am Dienstagabend und versicherte den Eltern: „Wir gewährleisten, dass alle, die es wollen, ihre Kinder am 2. März in gute Hände abgeben können.“ Das werde ein Kraftakt bis übers Wochenende, doch „ich bin überzeugt, dass die Kita am Montag betriebsfertig ist“. Sie bietet 28 Krippen- und 58 Kindergartenplätze, der Standort in Klein Labenz wird somit nicht mehr benötigt.

Zudem hoffe er, so Giewald, dass in den letzten Tagen noch ein Betriebsübergang erfolge. Das wäre „die beste Lösung“ für Kinder, Eltern und Erzieherinnen. Letztere würden damit, wenn sie es nicht anders wünschen, vollzählig in die neue Einrichtung wechseln. Das DRK habe sich nochmals schriftlich an die VS gewandt und den Mittwoch 13 Uhr als letzten Termin genannt.

Tatsächlich kam es am Nachmittag zu einer gemeinsamen Begehung vor Ort und einer konstruktiven Verständigung zur Übernahme der Mitarbeiterinnen sowie des Inventars, wie SVZ gestern auf Nachfrage beim DRK-Kreisverband erfuhr. Dieser habe die nun vorliegende Vereinbarung unterschrieben, von der VS fehle nur noch die notwendige zweite Unterschrift.

An den ersten Tagen sei durchaus mit Anlaufschwierigkeiten zu rechnen, räumte Giewald ein und ermunterte die Eltern, solche Dinge „kritisch anzusprechen“. Verantwortliche vom DRK seien täglich vor Ort und bereit, sich der Probleme anzunehmen.

Nach Absprache mit dem Fachdienst des Landkreises und der Stadt zahlen die Eltern im März Betreuungsgeld wie bisher. Im gleichen Monat werde eine neue Kalkulation gemacht und dem Landkreis zur Prüfung vorgelegt. Es sei damit zu rechnen, dass die Elternbeiträge durch die Miete der Container leicht steigen. Die Kosten für deren Auf- und Abbau trage die Stadt. Die Fertigbau-Kita auf dem Ziegelberg ist für zwei Jahre gedacht.

Weitere wesentliche Fragen, etwa zu Öffnungszeiten, Hort, Einzäunung der Kita oder Urlaub, wurden beantwortet. Details würden dann gemeinsam mit den Erzieherinnen besprochen.

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