Brüel : Dreikampf auf dem Mühlenbach

Gespannt wird vom Ufer verfolgt, wie die eigene Ente im Rennen liegt. Das ist zu diesem Zeitpunkt allerdings schon entschieden.
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Gespannt wird vom Ufer verfolgt, wie die eigene Ente im Rennen liegt. Das ist zu diesem Zeitpunkt allerdings schon entschieden.

Das zweite Brüeler Entenrennen wurde erneut ein großes Gaudium. 100 quietschgelbe Gummitierchen wurden zugekauft – und reichten immer noch nicht.

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03. Juni 2015, 20:21 Uhr

Die ziemlich starke Strömung vorn an der Mühle bringt die 300 Enten gleich in Schwung. Ab der Hälfte wird das Tempo gemächlicher. Zwei der quietschgelben Gummitierchen haben sich ein ganzes Stück abgesetzt, als wäre ihnen heimlich ein Minimotor eingesetzt worden. Doch dieser Vorsprung will noch nichts bedeuten, zumal das Duo ein wenig auf die Außenbahn abdriftet. Und kurz vor dem Ziel ist es passiert, ist aus dem Zwei- ein Dreikampf geworden. Der wird so eng, dass kein Blatt zwischen die Enten passt. Vorn liegt die 36 von Doreen Kählke und wird von der 226 (Wolfgang Grambow) und 159 (Lisa Pluschkat) als Siegerin ins Ziel geschoben. Auf den Plätzen vier bis zehn folgen Britt Pluschkat, Maximilian Aeberlin, Florian Soltow, Sandra Rieckhoff, Angelika Renz, Fabian Steffan und Frank Schreiber.

Wer nicht im Spitzenfeld dabei war, kann aber weiter auf einen Preis hoffen, denn auch für die drei lahmsten Enten gibt es jeweils einen. Die 99 von Gertrud Voß führt das Feld schließlich von hinten an; vor ihr die von Nele Bründel, Sabrina Glas, Mathias Heuer und Christel Tinat.


Preise aus Einnahmen und von Sponsoren


Das Entenrennen auf dem Mühlenbach, das zum zweiten Mal den Auftakt zum Brüeler Stadtfest gab, wurde erneut zum großen Gaudium. Die
Organisatoren hatten zu den 200 Quietschenten aus dem Vorjahr 100 dazu gekauft. Doch selbst damit ging noch mancher, der auch gern für drei Euro Pate geworden wäre, leer aus. „Dieser Andrang ist wirklich überwältigend“, meinte Moderater Michael Schwertner mit strahlendem Gesicht. 160 Startnummern seien bereits an den drei Vorverkaufsstellen vergeben worden. Die Einnahmen flossen größtenteils als Preise zurück, darunter verschiedenste Gutscheine beispielsweise fürs Wonnemar Wismar oder den Wildpark in Güstrow. Auch heimische Sponsoren beteiligten sich zahlreich.

Die neue Startvorrichtung hatte Michael Ehrich ausgetüftelt. Die vom Vorjahr wäre zu klein gewesen. „Ich hoffe, dass das hier auch klappt“, bangte das Mitglied der freiwilligen Feuerwehr, die den Anstoß zu dem Entenrennen gegeben hatte. „Die zwei Probeläufe in meiner Werkstatt funktionierten.“ Mit einem kleinen Seilzug bugsierte er an einer Stange über dem Mühlenbach die Tonne zur Mitte – und dann ging es ab. „Chancengleichheit für alle“, so Ehrich. Seine Konstruktion komme nun in die Grundschule und werde schön bemalt fürs nächste Jahr. In die Tonne würden sogar noch mehr Enten hineinpassen.

Auf der Strecke waren entsprechend der Regeln auf dem „Entenrennpass“, den jeder Pate erhielt, nur die „Entenrennhelfer“ vom Anglerverein befugt, einem Hängenbleiber einen Schubs zu geben. Am Ziel warteten die Feuerwehrleute Jan Ehrich, Sohn des Mannes vom Start, und Heiko Timmermann, um die Enten nach ihrer Reihenfolge einzusammeln.

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