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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. November 2017 | 07:17 Uhr

Brüel : Dreieck wurde „Vierseitig“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Im Brüeler Kulturknastfenster wurde wieder gejazzt. Zu Gast war das Warnfried Altmann Trio und gab Improvisationsmusik zum Besten.

Hausherr Theo Jörgensmann hatte am vergangenen Freitagabend drei experimentierfreudige Improvisationsmusiker für ein Konzert in das Kulturknastfenster nach Brüel eingeladen: das „Warnfried Altmann Trio“.

Vor zwei Jahren haben sich unter diesem Namen drei Partner auf Augenhöhe zusammengefunden. Alle Drei haben Musik studiert, komponieren, spielten und spielen mit nationalen und internationalen Größen von Jazz und Klassik zusammen. Und sie sind Freunde, menschlich und musikalisch. Letzteres ist wohl eine der Voraussetzung, so intensiv miteinander zu musizieren. Warnfried Altmann (Saxophone, Maultrommel und Stimme), Andreas Willers (E-Gitarren) und Willi Kellers (Percussion) spielten sich in Trance und nahmen das zahlreiche Publikum mit auf die abenteuerliche, energiegeladene Reise durch die Experimente mit Tönen.

Warnfried Altmann zauberte auf dem Altsaxophon Tonfolgen, die das Einschmeichelnde behielten und trotzdem tief unter die Haut gingen. Impulse setzte er mit dem Tenorsaxophon und überraschend stark der nachhallende Klang der Maultrommel und auch die gesprochenen Texte, die wie zufällig verloren und dadurch geheimnisvoll wirkten. Andreas Willers entlockte seinen Gitarren und seiner Elektronik, die diese Instrumente ermöglichen, machte kongeniale Experimente und spielte überzeugende Soli. Willi Kellers schien sich im Spiel als Person aufzulösen, wurde Teil seiner Schlagzeuge, vielseitig, schnell und vielfach fantastisch. Das wäre so, sagte Kellers nach dem Konzert beim „frei improvisierten“ Gedankenaustausch, beim Musizieren verlöre er sich an die Musik und gewinne dabei Lebenskraft. Der scheinbar spontan Neues probierende Willers betonte, dass es die Experimente seien und die Antworten der Anderen darauf, was die Improvisationsmusik für Musiker und Zuhörer so spannend macht.

Der Name des Konzertes „Dreieck-Vierseitig“ mit dem Publikum als vierte Seite des Dreiecks ging im Kulturknastfenster voll auf. Warnfried Altmann bedankte sich bei dem „fantastischem“ Publikum und das dankte dem Trio mit langanhaltendem Applaus und mit dem Kauf der frisch gepressten CD „Wangelin“.

Und es gab noch eine Verabredung an diesem Abend. Theo Jörgensmann und Warnfried Altmann wollen zusammen spielen. Klingt viel versprechend. Aber bitte im Kulturknastfenster, denn die Freunde der Improvisationsmusik freuen sich schon jetzt darauf.

 



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