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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 14:16 Uhr

Keez : Drei Tage lang Zeit für Pilze

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der Mix aus Theorie und Exkursionen bei Wochenend-Seminar mit dem Sachverständigen Reinhold Krakow kommt an.

von
erstellt am 27.Okt.2014 | 23:36 Uhr

„Wir haben gut gefunden und neue Arten, wie beispielsweise den Saftling, kennen gelernt“, resümiert Manuela Neumann. Die Rostockerin und ihr Freund Andreas Manthei gehörten am Wochenende zu den 20 Teilnehmern eines Pilzseminars in Keez. Organisiert hatte es Pilzsachverständiger Reinhold Krakow vom Mykologischen Informationszentrum „Steinpilz“ in Wismar, den die Rostockerin schon von einer Pilzlehrwanderung und einer Ausstellung im „Steinpilz“ kannte. „Mein Freund hat mit seinen Eltern schon Pilze gesammelt und da bin ich mitgegangen. Weil es Spaß gemacht hat, will ich mehr wissen, auch über mögliche Doppelgänger“, begründet sie.

Die Teilnehmer des Pilzseminars sind auch dieses Mal wieder gemischt, Laien gehören ebenso dazu wie Leute, die schon über einiges Fachwissen verfügen. „Es braucht niemand Angst zu haben, dass er sich blamiert. Alle lernen dazu“, sagt Reinhold Krakow. Für ihn seien diese Wochenenden immer etwas Besonderes. „Wir führen im dritten Jahr solche Seminare durch. Da kommen wirklich Interessierte, die sich drei Tage Zeit nehmen. Es macht Spaß, mit Gleichgesinnten durch die Gegend zu laufen. Bei Pilzlehrwanderungen ist es doch oftmals so, dass nicht das Wissen, sondern die Pilzmahlzeit im Vordergrund steht“, weiß er. Manche kommen denn auch immer wieder zu den Seminaren, wie Pilzfreunde aus Berlin, die schon das dritte Mal teilgenommen hatten.

Auch wenn es nicht ganz ohne Theorie geht, bestimmen doch vor allem Exkursionen den Tagesablauf. „Wir haben auch ein paar nicht alltägliche Arten gefunden“, sagt Krakow. Wie die Grünlings-Klump-Füße. Die seien zwar hübsch, aber zum Essen nicht zu empfehlen. „Früher galt der Grünling als einer der wertvollsten Speisepilze. Heute weiß man, dass er Substanzen enthält, die bei häufigem Genuss Muskelgewebe zersetzen können“, begründet der Experte. Und erzählt von Pilzfreunden, die meinen, weil sie ihn schon häufig gegessen hätten, ohne das etwas passiert sei, könnten sie das auch weiterhin tun. „Aber ich bin Pilzberater und muss sie darauf hinweisen“, sagt er.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Tageszeitung und auf Epaper.


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