Tempzin : Drei Generationen am Basteltisch

Beim Basteln von Kränzen und Gestecken für den Tempziner Adventsbasar ist Angret Dörge (3.v.r.) zum ersten Mal dabei. Doch ihr macht das genauso viel Spaß wie Tochter Diana Gehn und Enkelin Larissa neben ihr, die sich schon jahrelang beteiligen.  Fotos: Rüdiger Rump
1 von 3
Beim Basteln von Kränzen und Gestecken für den Tempziner Adventsbasar ist Angret Dörge (3.v.r.) zum ersten Mal dabei. Doch ihr macht das genauso viel Spaß wie Tochter Diana Gehn und Enkelin Larissa neben ihr, die sich schon jahrelang beteiligen. Fotos: Rüdiger Rump

Mitglieder und Freunde des Fördervereins „Antoniter-Hospital-Tempzin“ fertigten Kränze und Gestecke für den Adventsbasar am Sonnabend.

von
25. November 2014, 16:30 Uhr

Wenn die Klosterkirche sich an diesem Sonnabend zum Adventsbasar öffnet, gehören zu den vielfältigen, meist selbst hergestellten Artikeln liebevoll angefertigte Kränze und Gestecke, mit
einer, zwei oder vier stämmigen Kerzen geschmückt. Jedes Jahr erledigen das Mitglieder und Freunde des Fördervereins „Antoniter-Hospital-Tempzin“ eine Woche zuvor.

Die Frauen, die unter sich sind, während einige Männer mit den vom Wariner Pflanzenbau gesponserten Weihnachtsbäumen die Kirche ausgestalten, freuen sich schon lange Zeit darauf, sagen sie. So wie Erika Garling, Rosemarie Hegemann, die gerade die Heißklebepistole ansetzt, Vereinsvorsitzende Dörte Gratz oder Rita Klammer aus Brüel. Alle kommen schon über Jahre zum Basteln, um den Adventsbasars vorbereiten zu helfen. Der ist weit über die Region hinaus beliebt. Die Besucher schätzen die gemütliche, familiäre Atmosphäre, stimmungsvoll begleitet von weihnachtlichen Liedern.


Alles in typischen Weihnachtsfarben


„Reicht das so aus?“, fragt Angret Dörge und hebt ein Gesteck mit zwei gelben Kerzen hoch. Die Zahrensdorferin steht zum ersten Mal mit am Basteltisch und freut sich über die Tipps, die untereinander gegeben werden. Floristin hat keine der Frauen gelernt, sie haben sich alles mit der Zeit angenommen. „Da muss noch mehr drauf“, antwortet Dörte Gratz. Ihr Maßstab sei, ob sie sich das selbst hinstellen würde. Dann würde es auch anderen gefallen, meint die Vereinschefin. Wobei die Geschmäcker zum Glück verschieden seien. „Manche mögen alles aus Naturmaterialien, andere lieber bunt und glitzernd. Wir nehmen typische Weihnachtsfarben, vor allem Rot, Weiß und Gelb zu dem Tannengrün. Modefarben hatten wir mal probiert, aber die kamen nicht so gut an“, erklärt Gratz und lässt nun ihr Werk begutachten: „Diana, guck mal.“ Diana Gehn von schräg gegenüber schaut kurz auf. „Sieht doch schick aus.“

Auch Angret Dörge hat aus dem breit gefächerten Dekomaterial – neben Kerzen kleine Kugeln, Schleifen, Sterne, Engel wie auch Zimtstangen und Trockenobst – längst das Richtige ausgewählt. „Ich wollte mal sehen, ob das was für mich ist, und muss mich erst reinfummeln. Es macht viel Spaß.“ Neben ihr am Basteltisch stehen mit Diana und Larissa Gehn Tochter und Enkelin. Die Beiden haben ihr auf diesem Gebiet Erfahrung voraus. „Larissa hat schon mitgemacht, als sie knapp über den Tisch gucken konnte“, sagt Dörte Gratz lachend. Weil die Schulen in der Region bewegliche Ferientage haben, kann die Elfjährige an dem Vormittag dabei sein. „Eigentlich hat das jedes Jahr gepasst“, sagt ihre Mutter. Beide basteln gern gemeinsam, nicht nur zu Weihnachten. „Wir haben zu Hause extra ein Zimmer dafür“, erzählt Larissa stolz. „Ja, wenn Zeit ist, sitzen wir zu jeder Jahreszeit in unserem Kämmerlein“, fügt die Mama an. Dann werden beispielsweise Geldgeschenke hübsch verpackt oder Fensterdekorationen angefertigt.

Wenn Adventsschmuck für Zuhause gebastelt werde, sei das Flechten der Kränze am schwierigsten, findet Diana Gehn. „Hier sind sie schon fertig und wir dürfen das Schöne machen.“

Die aufwändige Vorarbeit, die ebenso Geschick verlangt, leisten Marga Nawrot, Elke Giesler und Julie Völzow. Letztere sind aus Zahrensdorf und seit Jahren dabei. Marga Nawrot zog vor vier Jahren, als dort der Wohnblock abgerissen wurde, nach Brüel. Die Kontakte blieben erhalten, und das solle auch so bleiben.

Das Tannengrün neben dem Tisch hat sichtbar abgenommen. Das haben zwei Familien aus Zahrensdorf und Brüel zur Verfügung gestellt, den großen Weihnachtsbaum für den Altarraum wieder Heiko Linsel aus Brüel. „Das ist eine große Hilfe für uns“, sagt Erika Garling, die Schatzmeisterin im Förderverein. Der kaufe das Dekomaterial. „Wir gucken rechtzeitig, wo was günstig zu bekommen ist“, so Garling. „Was wir verkaufen, soll nicht zu teuer sein, es muss aber auch was übrig bleiben.“ Der Förderverein spare schon seit sechs, sieben Jahren für eine zweite Glocke. Und ein Ende sei noch nicht absehbar, der Adventsbasar am Sonnabend aber wieder ein kleiner Schritt weiter.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen