Dabel : Dorffest von und mit den Bürgern

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Kitas, Schülerband und Oldie Company sorgten für Abwechslung und Stimmung

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13. Juli 2014, 17:18 Uhr

Mit allen ein schönes Fest erleben. Dafür bereiten die Organisatoren aus der Dabeler Vereinsgemeinschaft und Bürgermeister Herbert Rohde vieles vor. Wichtig sei aber auch die Beteiligung der Dabeler selbst, „denn an dem Einsatz der Vereine hängt besonders das Familienprogramm“, sagt Herbert Rohde und fügt hinzu: „In diesem Jahr haben sich die Kitas in besonderem Maße eingebracht.“

Am Sonnabendnachmittag zeigten die Kleinsten was sie drauf haben. Die Kita „St. Martin“ lud bei ihrem Programm „Müll“ mit vorbereiteten Liedtexten sogar zum Mitmachen ein. Die Erzieherinnen und Mitglieder des Elternbeirats der Kita „Kunterbunt“ sorgten hingegen mit Kinderschminken für farbenfrohe Gesichter und nutzten die Gelegenheit, mit einer Tombola Geld für die neue Kletterwand in ihrem Bewegungsraum zu sammeln.

Isabell Getter vom Elternbeirat konnte stolz verkünden: „Insgesamt 1400 Preise haben wir, damit jedes Los gewinnt.“ Sie wies noch auf den fingerfertigen Einsatz der Eltern hin: „Alle Lose sind übrigens von uns handgerollt.“ Auch die Jugend brachte bei diesem Dorffest ihren Einsatz. Harry Beyer, verantwortlich für die Musik freute sich, dass die Schülerband „Fluchtweg“ für einen Auftritt angefragt hatte. „So einen Einsatz finde ich toll“, sagt Beyer. Seit dreieinhalb Jahren spielen Patrick Glinka, Johann-Olaf Gemperlein und Lucas Börst zusammen in ihrer Rock-Coverband. Mutter Katrin Glinka erinnert sich an die Anfänge: „Manchmal habe ich echt mit Fingern in den Ohren in der Küche gesessen.“ Aber es sei immer besser geworden und sie sei stolz auf das Durchhaltevermögen der Jungs. „Jeden Freitag wird bei uns geprobt. Darum kann ich die Songs auch alle schon in- und auswendig“, ergänzt sie mit einem Augenzwinkern. Für die drei Schüler der KGS Sternberg war der Einsatz eine gute Möglichkeit Erfahrung zu sammeln. „Wenn man sich zeigen kann, ist das immer gut“, so Sänger Johann-Olaf Gemperlein.

Neu war in diesem Jahr eine Sicherheits-Aktion: Im Überschlagsimulator konnte ein Autounfall nachempfunden werden. Katrin Jähnert ließ sich auf das Experiment ein. „Das Blut schießt in den Kopf und das Eigengewicht drückt einen ganz schön nach unten“, beschreibt sie die Erfahrung. Es sei schon beklemmend gewesen. „Wenn ich bedenke, dass die Simulation viel langsamer als bei einem Unfall ist und man außerdem auf das Kommende vorbereitet war, gibt das einem schon zu denken“, so die Testkandidatin anschließend. Genau diesen Effekt will Egbert Beier vom ADAC erreichen. „Wir wollen hier natürlich besonders Jugendliche ansprechen“, benennt er das Ziel der Aktion. „Vielleicht können wir Denkanstöße zu umsichtigem Verhalten geben“, sagt er vielleicht auch mit dem Hintergedanken an die abendlichen Discoveranstaltungen. Mit der Oldie Company setzte Dabel auf Altbewährtes und traf damit den Nerv der Besucher, die ihrerseits für eine volle Tanzfläche sorgten. Mit der ungewöhnlichen Kombination aus Blasmusik von den Wariner Blasmusikern und Klassik von Fischi der Tenor ging es beim Frühschoppen am Sonntag in die letzte Runde. Hier waren die Dabeler gefragt: In der Aktion „Fundstücke“, zeigte Hannelore Gärtner ihre alte Schildkröt-Puppe. „Meine Mutter hat sie nach dem Krieg gegen Lebensmittel eingetauscht“, erzählte sie über das Spielzeug, welches nun schon seit 65 Jahren zur Familie gehört und wahrscheinlich noch um einiges älter ist. „Mein Vater hat ihr sogar mal Schuhe gemacht“, erinnert sie sich. Den kleinen Leisten habe sie neulich sogar noch gefunden.


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