Haus der Zukunft : Domizil für Wariner Jugend eingeweiht

Trubel auf dem Hof vom 'Haus der Zukunft' am Eröffnungstag. Das Außengelände muss noch gestaltet werden. Michael Beitien
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Trubel auf dem Hof vom "Haus der Zukunft" am Eröffnungstag. Das Außengelände muss noch gestaltet werden. Michael Beitien

Endlich: Über drei Jahre nach dem Baubeginn konnte am späten Donnerstagnachmittag die Wariner Jugend ihr neues Domizil in Besitz nehmen, das Haus der Zukunft, ein moderner Treff in einem der ältesten Häuser der Stadt.

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21. September 2012, 06:21 Uhr

Warin | Endlich: Über drei Jahre nach dem Baubeginn konnte am späten Donnerstagnachmittag die Wariner Jugend ihr neues Domizil in Besitz nehmen, das Haus der Zukunft, ein moderner Treff in einem der ältesten Häuser der Stadt, dem 230 Jahre alten Pfarrwitwenhaus. Ein Jugendtreff, der seinesgleichen sucht, wie viele Gäste bei der Eröffnungsfeier sagten. Die Evangelische Jugend hat die Trägerschaft.

Bei einer Jugendfreizeit vor fünf Jahren auf der Nordsee vor Holland entwickelten junge Wariner Christen die Idee, das seit Jahren leer stehende marode Gebäude der Kirchengemeinde zum Jugendtreff zu machen. Arp Fittschen, der stellvertretende Vorsitzende der Kirchengemeinde, machte sich seitdem für das Projekt stark. Er wusste auch, dass dafür Mittel der Europäischen Union eingeworben werden könnten, gehört Fittschen doch zur Leader-Gruppe, die Projekte zur Entwicklung des ländlichen Raums an der Westmecklenburgischen Ostseeküste bewertet und über die Verteilung von Geldern entscheidet.

Bei der Abstimmung über das Wariner Projekt habe sich Fittschen aber pflichtbewusst enthalten, erklärte Erich Reppenhagen, der Chef der Leader-Gruppe, die pro Jahr rund 700 000 Euro zwischen Herrnburg und Warin verteilen kann, um damit die Lebensqualität im ländlichen Raum zu verbessern. 150 000 Euro bewilligte die Gruppe für das Haus der Zukunft in Warin. Insgesamt kostete der Umbau rund 700 000 Euro, getragen von verschiedenen Geldgebern. Zu diesen gehört auch die Stadt Warin.

Geld allein reichte aber nicht aus. Es gab in der Bauphase immer wieder Verzögerungen - vor allem auf Grund eines zähen Rechtsstreits. Darauf ging keiner der Redner bei der Eröffnung konkret ein, aber alle deuteten die Mühe an.

Das 230 Jahre alte Haus habe eine

Geschichte vor Baubeginn und eine danach, so Warins Bürgermeister Michael Ankermann. "Nachdem viele Hindernisse beräumt wurden, können wir ein Kleinod in der Stadt einweihen." Ankermann verwies darauf, dass Warin nicht nur ein Altstadtzentrum hat, sondern auch ein Zentrum für Kinder und Jugendliche entstand. Erst im Vorjahr war in unmittelbarer Nähe in der ehemaligen Grundschule die Kindertagesstätte der Diakonie eingeweiht worden.

Ankermann verteilte viel Lob für die Macher des Projekts Haus der Zukunft, so an Pastor Andreas Kunert und an

Sozialarbeiterin Birgit Jepsen.

Sie hatten in den vergangenen Jahren unter beengten Verhältnissen in einem Nebengebäude auf dem Pfarrhof die

Jugendarbeit organisiert. "Wir haben

eine Perle mit Frau Jepsen", schwärmte auch Beate Dellin, die Fachdienstleiterin für Jugendarbeit beim Landkreis Nordwestmecklenburg. Der Kreis trägt seit drei Jahren die Personalkosten. Es sei wichtig, an diesem Standort Jugendarbeit zu leisten, so Dellin. Beim Rundgang am Eröffnungstag sprach sie von einem "tollen Haus". Und brachte auch gleich noch einen Zuwendungsbescheid von 800 Euro vom Kreis für weitere Einrichtungsgegenstände mit. Auch Bürgermeister Ankermann wartete mit

einer Überraschung auf. Mit Unterstützung des Hauses am Bibowsee erhält der Jugendtreff einen Kickertisch.

Pastor Andreas Kunert richtete seinen Dank u.a. an die Jugendlichen der Stadt für ihre Geduld und an die Kirchenältesten für den Mut, diese Aufgabe anzugehen, aber auch an die ehrenamtlich Engagierten. Dabei nannte er ausdrücklich Wolfgang Maatz. Nach der Feierstunde in der Kirche segnete der Pastor das Haus der Zukunft.

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