Petri Heil in Brüel : Diebstahl überschattet Anangeln

Die Erfolgreichsten 2017: hintere Reihe, v. l.: Anja Lüder (3. Platz), Angelkönig Wilhelm Kubat, Fred Käther (2. Platz), vorne Angelprinz Tom Trettin. Fotos: Wibke Niemeyer
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Die Erfolgreichsten 2017: hintere Reihe, v. l.: Anja Lüder (3. Platz), Angelkönig Wilhelm Kubat, Fred Käther (2. Platz), vorne Angelprinz Tom Trettin. Fotos: Wibke Niemeyer

Unbekannte stahlen in der Nacht zu Sonnabend Getränkekisten am Roten See. Wilhelm Kubat ist Brüeler Angelkönig 2017.

svz.de von
22. Mai 2017, 05:00 Uhr

Ein Diebstahl überschattete das traditionelle Anangeln des Brüeler Angelvereins „Roter See“  e.V.  am vergangenen Sonnabend. „Der Vorstand hat am Abend zuvor   Tische, Bänke und Getränke hierhin gebracht. Als wir heute Morgen  am See  eintrafen, waren die Getränkekisten weg. Die wurden in der Nacht gestohlen“, berichtete Fred Käther  vom Vorstand  verärgert und fügte hinzu: „Wir haben sofort Anzeige  erstattet, lassen uns aber den Spaß und die gute Laune dadurch nicht verderben.“

Zum Angelkönig 2017 wurde  Wilhelm Kubat gekrönt. Er hatte  damit wie schon im Vorjahr das Glück auf seiner Seite und verwies alle anderen auf die Plätze. Von den 101 Mitgliedern nahmen 34  teil, darunter neun Kinder und Jugendliche. „Die Beteiligung der Mitglieder ist  gleich geblieben.  Wir wünschen uns nur, dass mehr Leute morgens schon beim Umzug mit dabei sind, um die Tradition zu erhalten. Viele kommen direkt zum Roten See“, sagte Käther. 

Mit Kartoffelnudeln ins Anglerglück

Es  gelang den Petrijüngern, einige Fische an Land zu ziehen. So wurden Karpfen, Hechte, Brassen und Plötze gefangen. Wilhelm Kubat präsentierte  stolz seinen Siegerkarpfen. Dieser wog 4,37 Kilogramm. Sein Erfolgsrezept: „Kartoffelnudeln aus dem Supermarkt als Köder und viel Geduld“, so der Erstplatzierte.  Den zweiten Platz erzielte Fred Käther mit einem Karpfen, der 3,02 Kilogramm auf die Waage brachte. Den dritten Platz sicherte sich Anja Lüder, die einen Hecht mit einem Gewicht von  1,21 Kilogramm  an Land zog. Dass eine Frau unter den ersten drei Platzierungen war, freute Fred Käther besonders: „Das zeigt, dass  Angeln nicht nur ein Männersport ist.“ Angelprinz  bei den Jugendlichen wurde Tom Trittin. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich gewinne“, freute sich der 15-Jährige.

Vor dem eigentlichen Anangeln hatte der Vorstand auch dieses Jahr wieder zum Umzug eingeladen.  Vom Markt führte der Marsch mit Musik zum Roten See.  Auch die neue Vereinsfahne wurde mitgeführt.  „Unterwegs gab es wieder  einen  Zwischenstopp  bei Heinrich Meis, ehemaliges Mitglied unseres Vereins, der uns mit einem kleinen Umtrunk seine Verbundenheit zu den Anglern zeigt“, so Käther.

Gegen Mittag kehrte  eine Wandergruppe am Roten See ein. Der Dorfverein „Dorle“ aus Gneven bei Schwerin legte auf seiner Tour von Golchen nach Brüel eine längere Mittagspause ein. „Wir haben eine Woche Kanadier aus Ottawa zu Besuch,  zeigen ihnen unsere Region“, erzählte Birgitt Hamm. Denn nicht nur Kanada habe eine schöne Natur. Die Gruppe wurde vom Anglerverein zu Speis und Trank eingeladen. Ein Erinnerungsfoto auf dem Badesteg durfte nicht fehlen.

Nächstes Jahr gibt es den Brüeler Anglerverein seit 70 Jahren. „Das wollen wir größer feiern“, blickt Käther  voraus, verrät aber nicht mehr. Ein weiteres Jubiläum,  60 Jahre Mitgliedschaft im Verein, feiert  Wilhelm Kubat 2018. Vielleicht verweist er  zum dritten Mal alle anderen auf die Plätze.

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