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Belohnung ausgesetzt : Diebe schlugen zu in Brüeler Gärten

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"Die sind ganz gezielt vorgegangen", sagt Bernd-Rüdiger Schütt. In der Nacht zum Mittwoch brachen Unbekannte Türen in seinem Garten am Baumlehrpfad in Brüel auf, um eine Gartenfräse samt Zusatzgeräten zu stehlen.

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erstellt am 15.Mär.2012 | 10:45 Uhr

Brüel | "Die sind ganz gezielt vorgegangen", sagt Bernd-Rüdiger Schütt. In der Nacht zum Mittwoch brachen Unbekannte mehrere Türen in seinem Garten am Baumlehrpfad in Brüel auf, um eine Gartenfräse samt Zusatzgeräten zu stehlen. Auch beim Nachbarn wurde eingebrochen. Hier verschwanden ein Notstromaggregat und weitere Geräte.

Allein der Wert der gestohlenen Technik bei Schütt: rund 800 Euro. Hinzu kommen Schäden an den Türen, die der Gartenbesitzer auf 200 bis 300 Euro schätzt. Der Brüeler Kleingärtner hofft, dass die eingeschaltete Polizei die Einbrecher schnappt und setzte deshalb 200 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen.

"Weil es nicht das erste Mal ist", sagt Schütt. Bei zwei früheren Einbrüchen in den Garten der Familie wurden u.a. Hühner, Kaninchen und eine Motorsense gestohlen. "In den letzten Jahren war Ruhe", so Schütt, der sich zugleich als Vorsitzender im Gartenverein "Sonnenschein" engagiert.

Jeden Tag - im Sommer wie im Winter - ist der Frührentner zusammen mit seiner Schwiegermutter Lore Brust auf dem 1300 Quadratmeter großen Areal, um sich um die Kleintierhaltung und den Garten zu kümmern. Jetzt steht die Frühjahrsbestellung an. Nur ein kleines Stück schaffte Schütt noch mit seiner Gartenfräse aufzulockern. Jetzt ist die Technik, die er sich mühsam zusammengespart hat, weg.

Im Vorjahr hatte er sich das Gerät zugelegt, nachdem er beim Umgraben einen Bandscheibenvorfall erlitten hat, der mit einem längeren Krankenhausaufenthalt verbunden war.

Die Fräse hatte er in seinem Garten gut verschlossen. In dem Haus, das auch als Stall für die Hühner dient. Das hatte er angesichts der schlechten Erfahrungen durch frühere Einbrüche immer mehr gesichert und hinter einer Holz- noch eine Gittertür aus Metall angebracht. Doch die Diebe gingen beim jüngsten Einbruch mit brutaler Gewalt vor und rissen Verankerungen aus dem Beton. Sie nahmen die von außen nicht sichtbare Fräse mit, brachen zwei weitere Lauben auf dem Gelände auf und stahlen aus diesen die Zusatzgeräte.

Nicht nur für den eigenen Garten ist das ein herber Verlust. Schütt hat damit beispielsweise schon eine derzeit ungenutzte Parzelle umgebrochen und eine Gartennachbarin wartete bereits, dass er ihr mit dieser Technik die schwere Arbeit beim Graben abnimmt. Sogar beim Umzug anlässlich des 790-jährigen Stadtjubiläums in Brüel sollte das Gerät zum Einsatz kommen, berichtet Schütt. Er hatte es inzwischen mit Gummireifen ausgerüstet und mit einem Anhänger kombiniert, der mit Blumen und Werbung geschmückt werden sollte. Noch am Dienstagnachmittag hatte er mit seinem Stellvertreter im Verein, mit Roland Spehr, über die Details gesprochen. Schließlich will der Gartenverein von sich reden machen, um neue Mitglieder zu gewinnen und freie Gärten zu verpachten. Von dieser Idee muss sich Schütt vorerst verabschieden. Es sei denn, die Ermittlungen der Polizei bringen ihm schnell die Technik zurück.

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