Sternberg : Die Suche nach dem kurzen Weg

Trampelpfad zur Karl-Marx-Straße: Sven Parwulski schlägt den Ausbau dieser Verbindung vor.
Trampelpfad zur Karl-Marx-Straße: Sven Parwulski schlägt den Ausbau dieser Verbindung vor.

Ohne Hürden zum Sternberger Einkaufszentrum: Wohnungsgenossenschaft bringt neuen Vorschlag in die Debatte ein

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13. März 2018, 12:00 Uhr

Die Diskussion um die Schaffung einer kürzeren barrierefreien Verbindung zum neuen Einkaufszentrum in Sternberg hält an. Einen Vorschlag für einen Fußweg zwischen dem Wohngebiet in der Karl-Marx-Straße und dem Mecklenburgring hat Sven Parwulkski, Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft AWG Sternberg-Brüel-Dabel.

Parwulski zeigt einen unbefestigten Weg am Hang am Mecklenburgring, der von vielen Anwohnern benutzt wird. Hier gab es früher eine Treppe, erinnert sich die Sternbergerin Henriette Judkowiak. Sie benutzt die kurze Verbindung zum Wohngebiet wie viele andere. Schön wäre es, wenn hier wieder ein vernünftiger Weg geschaffen würde und auch Menschen mit Rollator nicht länger einen langen Umweg zum Einkaufszentrum nehmen müssten, sagt die junge Frau.

Genau das ist auch der Gedanke von Sven Parwulkski. Die AWG sei bereit, das Grundstück, so weit es in ihrem Besitz ist, für den Weg zur Verfügung zu stellen und sich auch an den Kosten zu beteiligen, sagt der Chef. Man wolle, dass auch junge Mütter mit Kinderwagen den kürzeren Weg zum Einkaufszentrum nutzen können.

Die Genossenschaft hat großes Interesse an der Anbindung, zumal das Wohngebiet Karl-Marx-Straße das größte in ihrem Bestand ist. Hier befinden sich 186 der insgesamt 457 AWG-Wohnungen. Nimmt man die Häuser der Sternberger Wohnungsbaugesellschaft (Stewo) hinzu, so gebe es rund 400 Wohnungen in der Karl-Marx-Straße.

Wie SVZ berichtete, hat die Stadt Sternberg die Pläne für den Umbau einer Treppe zwischen Karl-Marx-Straße und Mecklenburgring zu einem barrierefreien Aufgang verworfen.

Sternbergs Bürgermeister Armin Taubenheim hatte argumentiert: Um eine behindertengerechte Lösung zu schaffen, müssten aufgrund des Gefälles relativ lange Rampen gebaut werden. Hier müsse ein Höhenunterschied von zwölf Metern überwunden werden. Der neue Weg wäre dadurch sehr lang. Hinzu käme, dass es von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde keine Genehmigung gibt, einen neuen, ordnungsgemäßen Übergang über den Mecklenburgring zu schaffen. Theoretisch müsste man also die Ampelanlage Höhe Finkenkamp/Luckower Straße nutzen. Dadurch gebe es keine Einsparungen im Vergleich zum bestehenden barrierefreien Weg über den Finkenkamp. Man hätte 130 000 Euro ausgegeben, aber nichts gewonnen.

Deshalb wollte die Stadt Sternberg das Geld lieber investieren, um einen anderen Weg vom Wohngebiet Karl-Marx-Straße auszubauen, der in der Nähe vom Bahnhof auf den Mecklenburgring führt. Hier befindet sich das Vereinshaus und auch die Ausgabestelle der Sternberger Tafel.

Sven Parwulkski verweist indes darauf, wie viele Menschen schon jetzt den unbefestigten Weg nutzen, den die Genossenschaft für einen Ausbau vorschlägt. Wogegen der Weg in Richtung Bahnhof lange nicht diese Bedeutung habe.

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