zur Navigation springen
Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 00:27 Uhr

Brüel : „Die Leute sind so unvernünftig“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Vor der Sperrmüllabfuhr in Brüel entstand mitten in der Stadt eine kleine Müllkippe und bescherte dem Bauhof zusätzliche Arbeit.

von
erstellt am 16.Okt.2014 | 15:43 Uhr

Die kleine Fläche neben dem Trafohäuschen unmittelbar am Brüeler Bach ist beräumt. Hier türmten sich noch vor wenigen Tagen blaue Säcke, Fahrradreifen und Farbeimer zu einem kleinen Müllberg. Obendrauf lag sogar noch die Verpackung eines Fernsehers, obwohl deren Entsorgung in Altpapiertonne oder Wertstoffcontainer zu jeder Zeit möglich ist.

Die Sperrmüllabfuhr in Brüel ist beendet und hat auch dieses Mal den Männern im Bauhof zusätzliche Arbeit beschert. Das sei jedes Mal so, sagt Bauhofsleiter Norbert Krienke.

Zweimal im Jahr gibt es die Sperrmüllabfuhr in der Stadt. Weil die dafür aber noch in zwei Bereiche unterteilt wird, summiere es sich auf vier Termine für die Kollegen, sagt Krienke.

„Zwei Tage lang waren zwei Leute nur damit beschäftigt, Müll und anderes, was die Fahrzeuge nicht mitgenommen haben, einzusammeln und zu sortieren. Ein Container ist komplett voll, das sind ca. 360 Euro zusätzliche Entsorgungskosten für die Stadt“, rechnet der Bauhofschef vor. Zudem hätten zwei Mitarbeiter nicht für notwendige Aufgaben des Bauhofes zur Verfügung gestanden, ärgert er sich.

„Leider stellen einige Leute auch ihren Sperrmüll erst dann raus, wenn die Abfuhr schon vorbei ist oder packen Sachen dazu, die da nicht hingehören. Wie Wasch- und Toilettenbecken, alte Tore und Fenster, Stalltüren, Batterien und Autoreifen. Für deren Entsorgung muss die Stadt natürlich auch bezahlen“, so Norbert Krienke.

Im Landkreis gäbe es eigentlich für alle Abfallarten eine gute Entsorgungsmöglichkeit, sagt er. Das Schadstoffmobil kommt zweimal im Jahr in die Orte, Elektro- und Elektronikgeräte werden separat nach der Sperrmüllabfuhr abgeholt. Für Papier gibt es Altpapiertonne und Wertstoffcontainer. Kleinmengen an Elektro- und Elektronikschrott, also alles, was einen Stecker hat, könne zudem kostenfrei in der Annahmestelle in Kobrow II auf dem Gelände der Firma Remondis abgegeben werden (Öffnungszeiten laut kreislichem Abfallkalender: Donnerstag von 12 bis 17 Uhr).

Umso mehr Unverständnis zeigt der Bauhofschef dafür, dass eine Fläche auf dem Mühlenberg neben dem Trafohäuschen übers Jahr zur Müllhalde verkommt und vor der jüngsten Sperrmüllabfuhr sich Leute dafür auch einen Platz am Brüeler Bach und ebenso im Alleeweg/Ecke erster Gartensteig nach der Zugbrücke ausgeguckt hätten. „Da bringt dann jeder etwas hin. Dabei ist klar geregelt, dass Sperrmüll vor die eigene Haustür gelegt wird.“

Der Unordnung Einhalt bieten kann die Stadt inzwischen in der Feldstraße. Dort hatten Leute jahrelang Sperrmüll und auch einigen Müll vor dem Spielplatz abgekippt. „Wir haben Hinweise bekommen und daraufhin mit einigen gesprochen. Die Leute sind so unvernünftig, aber in der Feldstraße klappt das jetzt ganz gut“.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen