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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. Oktober 2017 | 09:51 Uhr

Klein Labenz : Die Kunst begreifbar machen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Malerin Brunhilde Handorf plant in ihrem neuen Atelier in Klein Labenz eine Zusammenarbeit mit den benachbarten Kita-Kindern

von
erstellt am 13.Jun.2014 | 17:35 Uhr

Wie führt man Kinder an Kunst heran? Noch dazu, wenn es Mädchen und Jungen aus der Kita sind? Dieser spannenden Aufgabe nimmt sich die Malerin Brunhilde Handorf aus Groß Labenz an. Seit vergangenen November hat sie im benachbarten Klein Labenz im ehemaligen Jugendklub des Ortes ihr Atelier.

Im gleichen Gebäude befindet sich seit vier Monaten die Ausweichstätte der Wariner Kita „Kinderland“, deren Einrichtung im Obergeschoss wegen Schimmelbefalls gesperrt ist. Jetzt gab es erste „Berührungen“ zwischen den Drei- bis Sechsjährigen und der Künstlerin. Verbunden mit einer Buchvorstellung durch die Schwerinerin Christa Berbig. Sie las aus ihrem zweiten Kinderbuch „Ein Pferd namens Paul“ vor.

Anschließend ging es für die Steppkes nur eine Tür weiter ins Atelier. Hier hatte Brunhilde Handorf den „Marienkäfer Martin“, „Biene Bianca“ oder die „Ziege Ziglinde“ ins Bild gesetzt. „Die Kinder erkannten zum Beispiel den ,Frosch Herr Fröhlich‘ sofort wieder“, berichtet Handorf, der für die Zukunft vorschwebt, „im Abstand von einigen Wochen jeweils eine Kita-Gruppe ins Atelier kommen zu lassen, damit sie hier malen und drucken können oder sehen, wie ein Bild entsteht“. Brunhilde Handorf geht es dabei ums spielerische Heranführen der Lütten an den künstlerischen Bereich.

Die 72-Jährige selbst freut sich riesig, dass es über die Stadt Warin, zu der die Ortsteile Klein und Groß Labenz gehören, geklappt hat mit den Räumlichkeiten fürs Atelier. „Hier habe ich das richtige Licht zum Malen, die Ruhe… Es ist einfach fantastisch“, erklärt die Malerin, die stets an mehreren Bildern gleichzeitig arbeitet.

Zum einen ist es ihre Leidenschaft für Porträts, wofür Brunhilde Handorf die Zeichenmaschine, die sie geschenkt bekam, sehr gut nutzen kann. Ein Blumenbild, Ideengeber waren hier die Weges- und Feldränder der unmittelbaren Umgebung, ist gerade fertig geworden. Und auf der Staffelei steht ein großes Acrylbild, das bisher lediglich den Arbeitstitel „Landschaft“ trägt. Die Malerin fährt mit der Hand rüber, um so die bereits eingearbeiteten Strukturen im wahrsten Sinne des Wortes zu erfühlen. An einigen Stellen ist die Kunstschaffende bereits zufrieden, woanders freilich fehlt’s noch – „links unten muss noch mehr Struktur rein“, betont Brunhilde Handorf anlässlich des Atelierbesuchs durch die SVZ.

Im August will sie ihre neue Schaffensstätte offiziell eröffnen.

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