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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

13. Dezember 2017 | 02:46 Uhr

Hohen Pritz : Die Feldkirche wird saniert

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Förderverein und Pastor informierten über anstehende Arbeiten am Gotteshaus in Hohen Pritz.

svz.de von
erstellt am 19.Okt.2015 | 23:30 Uhr

Seit zehn Jahren gibt es den Förderverein Kirche Hohen Pritz e. V. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die kleine mittelalterliche Feldsteinkirche zu restaurieren. Am Samstagnachmittag luden Förderverein und Pastor Kornelius Taetow zu einem Kirchgemeinde-Kaffee ein mit dem Hintergrund, über den Stand zu berichten. Das vor der Kirchenmauer aufgestellte Zelt zum Schutz vor dem stetigen Nieselregen war nicht nur zum Verzehr des leckeren Kuchens bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele interessierte der bauliche Zustand der Kirche sowie der Stand der begonnenen Bauarbeiten. Noch vor dem Kaffeetrinken lud Pastor Taetow zu einer Besichtigung ein.

Die Kirche mit ihrem wuchtigen Westturm ist ein einfacher rechteckiger Feldsteinbau mit einem glatt abschließenden Ostgiebel aus dem 13. Jahrhundert. Der Dachstuhl über dem Kirchenschiff wurde um 1230 errichtet. Bis 1817 hatte das Satteldach noch eine Mönch- und Nonnenziegeldeckung. Nach mehreren Sturmschäden erfolgten von 1824 bis 1828 umfassende Reparaturen am Mauerwerk und Dach. Aus einer Inschrift im Dachstuhl geht hervor, dass das Dach 1928 mit Biberschwanzziegeln umgedeckt wurde.

Nach mehreren Sturmschäden zerstörte zum Jahresende 1975 ein Orkan größere Teile des Daches. Erst fünf Jahre später wurde mit den Reparaturarbeiten begonnen. 1981 erfolgte die neue Eindeckung mit den heute noch vorhandenen grauen Betondachziegeln.

Seit Jahren verschlimmern sich nun die Bauschäden am Mauerwerk sowie die Feuchteschäden am Dachstuhl und an der Holzbalkendecke. Starke Risse klaffen am Ostgiebel und am Turm. Der Ostgiebel droht inzwischen abzukippen. Es wurde also höchste Zeit zum Handeln.

Auch wenn einige Gründungsmitglieder nicht mehr an die Rettung der Kirche glaubten und aus dem Förderverein wieder austraten, so haben es die von einst 25 übrig gebliebenen 20 Mitglieder doch mit Geduld und Hartnäckigkeit geschafft: Die Kirche wird saniert.

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