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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 13:53 Uhr

Jubiläum in Mustin : Die Erfolgsgeschichte begann 1947

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Freiwillige Feuerwehr Mustin feierte anlässlich ihres 70-jährigen Bestehens ein großes Fest.

svz.de von
erstellt am 19.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Mit einem Brand in einem Eiskeller 1946 fing in der Gemeinde Mustin alles an. „Ein Jahr später, im März 1947, gründete sich mit neun Männern unter der Führung von Wilhelm Nehls die freiwillige Feuerwehr. Für die kleine Gemeinde war das eine Erfolgsgeschichte“, berichtete Bürgermeister Berthold Löbel anlässlich des 70-jährigen Jubiläums, das nun mit einem großen Fest gefeiert wurde.

Wochenlang hatte Wehrführer Michael Kunst zusammen mit seinen 19 Kameraden und weiteren Helfern auf die Geburtstagsfeier hingearbeitet. „Wir haben die Halle gesäubert, die Grünflächen gepflegt und das Auto gewaschen“, zählte er einige Maßnahmen auf und merkte schmunzelnd an: „So sauber sah es hier noch nie aus.“ An eine Wand projizierte ein Beamer Bilder aus dem aktiven Vereinsleben, unter anderem Gruppenfotos, aufgenommen bei zahlreichen Amtswehrtreffen.

Mit Günther Prestin und Walter Rönckendorf leben noch zwei Gründungsmitglieder. Während Prestin anwesend war, konnte Rönckendorf wegen gesundheitlicher Probleme nicht mitfeiern. Er wurde zuhause besucht. Für ihre Treue und aktive Mitarbeit bekamen beide eine Ehrenurkunde überreicht.

Günther Prestin war viele Jahre Kampfrichter beim Amtsausscheid, hat bis vor zwei Jahren noch Lehrgänge gegeben. Seinem Sohn Volker hat der 88-Jährige die Leidenschaft für das Ehrenamt in die Wiege gelegt. „Das war immer ein großes Thema bei uns zuhause“, erinnerte er sich.


Besuch von der Partnerwehr


Zehn Wehrführer gab es in den vergangenen 70 Jahren. „Einige mal etwas kürzer, andere mal etwas länger“, blickte Löbel in die Historie zurück. Seit 2015 übt Michael Kunst das Amt aus. Seine Heimatfeuerwehr ist die in Groß Rheide in Schleswig-Holstein. Da war es selbstverständlich für deren Wehrführer Heiko Bartel 250 Kilometer auf sich zu nehmen und aus dem Norden anzureisen. Die Wehren verbindet eine enge Freundschaft. Abordnungen der Feuerwehren aus Sternberg, Witzin, Hohen Pritz und Kobrow gratulierten ebenfalls. Pastor Siegfried Rau überbrachte stellvertretend Glückwünsche von der Kirchengemeinde Witzin-Ruchow und hatte ein musikalisches Geschenk dabei. Er lud am Abend in die Dorfkirche Ruchow zu einem Konzert ein. „Zu einem großen Jubiläum gehört ein festliches Konzert“, meinte er und fügte hinzu: „Wir möchten uns bedanken, dass es in den Dörfern der Kirchengemeinde  freiwillige Feuerwehren gibt, die treu und pflichtbewusst ihren lebenswichtigen ehrenamtlichen Anteil zum Allgemeinwohl beitragen.“

2004 bezog die Mustiner Wehr das Gebäude an der Kastanienallee. Viel Eigeninitiative steckt im Gemäuer. „Wir haben viele Hochs, aber auch Tiefs erlebt. Aber wir halten zusammen und stehen füreinander ein. Das ist sehr viel wert“, sagte Michael Kunst. Die Florianjünger leisten viel Nachwuchsarbeit, sprechen mögliche Anwärter direkt bei Veranstaltungen an. Drei Jahre lang gab es eine Jugendfeuerwehr. „Die hat sich aufgelöst, weil es wenig Jugendliche in unserer Gemeinde gibt“ bedauerte Kunst. Die Jüngsten sind Jonas Wagner und Brayn Bade. Mit Sidney Kunst, Tochter des Wehrführers, gibt es seit 2013 eine Frau in den Reihen. „Ich kenne die meisten, seit ich klein bin“, sagte sie.

 

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